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Schüler träumen von neuer Brücke

Bei der Unterzeichnung der Patenschaftsurkunde (v.l.): Patrick Lucia, Annalena Roscher und Martyna Mach mit Verwaltungsvorstand Sven Zuber.
Bei der Unterzeichnung der Patenschaftsurkunde (v.l.): Patrick Lucia, Annalena Roscher und Martyna Mach mit Verwaltungsvorstand Sven Zuber. FOTO: Stadt Forst
Forst. Eine neue Stadtbrücke über die Neiße, die die Menschen auf der deutschen und polnischen Seite verbindet – das können sich die Schüler der Klasse 9c des Friedrich-Ludwig-Jahn-Gymnasiums Forst gut vorstellen. Genauso wie Guben und Gubin, Görlitz und Zgorzelec sowie Frankfurt (Oder) und Subice sollte auch Forst eine zentrale Brücke errichten und somit die ehemalige Verbindung wiederherstellen, finden die Schüler. Steffi Ludwig

Ihre Idee, die bei einer deutsch-polnischen Projektwoche im Rahmen des Programms Erasmus + im Schloss Trebnitz entstand, soll nun konkrete Formen annehmen. Die Projektgruppe "Brücken verbinden - Freundschaften finden" wurde gebildet, der Annalena Roscher, Martyna Mach und Patrick Lucia vom Jahn-Gymnasium angehören.

Während in der vergangenen Woche eine Patenschaftsurkunde mit dem Forster Verwaltungsvorstand Sven Zuber unterzeichnet wurde, soll es nach den Sommerferien richtig losgehen. "Wir haben bereits zwei Workshops veranstaltet, in denen wir mit den Jugendlichen beispielsweise die zeitliche Abfolge eines solchen Vorhabens durchgespielt haben", berichtet Sven Zuber, der die jungen Leute auf dem Weg zu ihrem Ziel begleiten will. Die Schüler staunten nicht schlecht, was vom Einholen der Baugenehmigung über Ausschreibungen oder Finanzierung bis hin zu deutsch-polnischen Verträgen und Stadtverordnetenbeschlüssen alles nötig ist. Sie einigten sich nach Auskunft von Sven Zuber auf das Zwischenziel, im kommenden Jahr einen Stadtverordnetenbeschluss zu erreichen. Zunächst wollen sich die Schüler jedoch intensiver mit dem Thema beschäftigen, beispielsweise mit der Geschichte der Brücken.

Dafür werden weitere Partner und Unterstützer gesucht. Das Projektteam möchte Interessierte finden sowie Vorbehalte und mögliche Vorurteile konstruktiv diskutieren. Annalena Roscher, Martyna Mach und Patrick Lucia lernen seit drei Jahren am Gymnasium die polnische Sprache und konnten durch Treffen mit polnischen Jugendlichen erfahren, welche Themen beide Seiten verbinden.