| 18:15 Uhr

Forst
Schüler als perfekte Gastgeber

Die Schülerfirma der Oberschule lockte mit leckerer Suppe.
Die Schülerfirma der Oberschule lockte mit leckerer Suppe. FOTO: Margit Jahn
Forst. Duftende Soljanka draußen, Leckeres auch drinnen. Schule öffnet Türchen. 

Kurz vor Heiligabend loderte an der Gutenberg-Oberschule das gemütliche Feuer unter dem großen Suppentopf in einer zur Feuerstelle umgebauten alten Waschtrommel. Organisiert wurde der gemütliche Nachmittag von der Schülerfirma Kultur, Küche und  Service, die von Jugendkoordinator Bernd Höer sowie Sozialarbeiterin Luise Zuchold vom Nix-Verein betreut werden.

Nadin Schatter, die das erste Mal bei der Organisation dabei war, rührte die Suppe im großen Kessel auf dem Hof fleißig um. Mohammed Bakran assistiert ihr. Jeder Besucher wird herzlich empfangen „Möchten Sie eine Soljanka essen?“ Lecker duftet sie, die ersten Besucher greifen gerne zu. Bezahlen braucht man heute nichts. Während die Suppe draußen vor sich hin köchelt, geht es in den Innenräumen zur Sache. Die Innencrew ist für Crêpes, Popcorn und Kaffee zuständig. Schon 15 Minuten nach Eröffnung müssen Stühle nachgeordert werden, die Eltern haben auf dem gemütlichen Sofa Platz genommen und werden nett bedient. Da es mit einem Schlag so voll ist, die Crêpespfanne auf Hochtouren läuft, geraten John Paul Rapke und Norman Schatter doch ins Schwitzen.

In diesem Raum werden auch weihnachtliche Basteleien angeboten. Sehr viele Familien mit kleineren Kindern sind der  Einladung zum gemütlichen Vorweihnachtstreff im Rahmen des Forster Adventskalenders gefolgt. 

Stolz auf seine Schüler ist Bernd Höer. Vor zehn Jahren hat er als Projektleiter die Schülerfirma gegründet und versucht, sie in „gute Bahnen zu lenken“ wie er sagt. „Mit Höhen und mit Tiefen“, fügt er hinzu. Aber das ist wie im wahren Leben, kleine Niederlagen gehören dazu, schließlich sollen die Schüler auf das reale Leben gut vorbereitet werden. Das große Ziel besteht darin, dass die Kinder und Jugendlichen aus eigener Kraft etwas auf die Beine stellen sollen. Das reicht von der Planung bis zum Einkauf und auch dem Verkauf. Schließlich möchte man etwas verkaufen, und dazu gehört ein freundlicher Umgang mit den Kunden. Für manche ist es eine Überwindung Gäste anzusprechen, aber auch das gehört zum Umgang, den man erlernen muss.

Justin Schröter, als Geschäftsführer, hat alle Hände voll zu tun, als Chef muss er überall präsent sein, aushelfen, wenn Fragen kommen oder wenn es klemmt. Langeweile gibt es an diesem Tag partout nicht, den Gästen soll ein entspannter und gemütlicher Nachmittag geboten werden, und das wird er. Dr. Andreas Kaiser besucht nach der Rückkehr von seiner Reha vor ein paar Tagen jedes Kalendertürchen. Er ist von all den engagierten Organisatoren begeistert und bringt ein kleines Präsent als Dankeschön der Stadt Forst, des stellvertretenden Bürgermeisters Jens Handreck, mit. „Das ist neu in diesem Jahr. Wir möchten für dieses besondere Engagement unseren persönlichen Dank aussprechen.“ Ihm ist es wichtig, vor Ort zu sein, Anerkennung und Lob auszusprechen. Dass viele Familien das Angebot wahrgenommen haben, spreche für eine gute Chemie zwischen den Schülern, aber auch die Aktion für die und von der Schule.