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| 02:39 Uhr

Schon über 3400 Unterschriften für Rettungsdienst-Petition im Internet

FOTO: © Felix Abraham - Fotolia.com
Forst. Eine Petition zum Rettungsdienst in Spree-Neiße hat im Internet zahlreiche Unterstützer gefunden. Mittlereile über 3400 Menschen haben die Petition unterzeichnet, die von Ulla Hedemann aus Berlin verfasst wurde. bob

Damit gehört der Rettungsdienst zu den Top-Ten-Themen auf der deutschlandweiten Seite openpetition.de.

"Mit dieser Petition wollen wir zeigen, dass wir einen guten Rettungsdienst im Landkreis Spree-Neiße haben wollen. Gut heißt, mit hoher Qualität und von freundlichen, fachlich kompetenten, motivierten und fair/tariflich bezahlten Rettern ausgeführt", heißt es in der Petition, die am 3. Januar im Internet gestartet wurde.

Anliegen sei es, den Antrag der SPD- und Linke-Fraktion auf Aufhebung des Vergabebeschlusses zu unterstützen. Bis zum morgigen Dienstag können Unterstützer die Petition zeichnen und so Druck auf den Kreis machen. "Denn der Landkreis trägt die Verantwortung für den Rettungsdienst und sollte diesen auch gewissenhaft und im Sinne der Bevölkerung regeln", heißt es in der Petition.

Am Mittwoch wird sich der Kreistag erneut mit dem Thema befassen, nachdem der Landrat die Entscheidung vom 28. Dezember aufgehoben hatte.

Kontrovers diskutiert wird im Internet, wer die Petition eigentlich ins Internet gestellt hat. Eine versteckte Aktion der Gewerkschaft Verdi vermuten Kritiker. Initiatorin Ulla Hedemann kontert die Kritik. "Ich habe beim Rettungsdienst in Guben mein Praktikum gemacht", berichtet die Kinderkrankenschwester aus Berlin. Sie habe das Hin und Her um den Rettungsdienst in Spree-Neiße mitbekommen und das Gefühl gehabt, die ehemaligen Kollegen unterstützen zu müssen. Bei ihrer Arbeit an der Charité habe sich Kontakt zur Gewerkschaft, handle aber nicht im Auftrag von Verdi. "Menschen, die täglich rund um die Uhr im Einsatz sind, um anderen zu helfen, sollten anständige Arbeitsbedingungen haben", so Ulla Hedemann. Deshalb setzte sie sich für die Ex-Kollegen ein.

Das große Interesse an ihrer Petition hat die Berlinerin selbst überrascht. "Das ist toll. Ich hätte nicht erwartet, dass so viele das Anliegen unterstützen", sagt sie. Das zeige, wie wichtig das Thema Rettungsdienst für viele Menschen sei. Täglich zwischen 100 und 400 Menschen haben die Petition in den vergangenen Wochen unterschrieben. Der überwiegende Teil kommt aus dem Spree-Neiße-Kreis. Unterstützer gibt es aber im ganzen Bundesgebiet, wie aus Statistiken der Internetseite zu erkennen ist. Die Rettungsdienst-Seite im Internet: www.openpetition.de