ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
| 01:08 Uhr

Schluss mit der Wanderung: Die Kröten sind gezählt

Simmersdorf.. Stolz präsentierten die Naturschützer in Simmersdorf ihr Domizil und berichteten von ihren Erfolgen. Im Frühjahr sorgten sich die Nabu-Mitarbeiter vor allem um den Schutz der einheimischen Amphibien.

„Vorsicht, Krötenwanderung!“ hieß es an vier Stellen rund um Forst. Nun liegen die Ergebnisse der statistischen Auswertung der Amphibienwanderung vor.
Über 4000 Tieren halfen die Naturschützer von Mitte März bis Anfang Juni auf ihrem beschwerlichen Weg zum Laichen. Täglich leerten Helfer die gut gefüllten Eimer, manchmal wurden die Krötenzäune sogar zweimal am Tag kontrolliert.
Die meisten Amphibien wanderten in der Teichstraße am Jamnoer Berg. Allein über 2000 Grasfrösche wurden dort gezählt. Viel interessanter für den Nabu ist allerdings die Anzahl der Rotbauchunken. Die vom Aussterben bedrohten Tiere stehen auf der roten Liste. In der Teichstraße wurden 426 Rotbauchunken gerettet, eine Zahl, die den Naturschützern Hoffnung macht.
Auch in Sachen Vielfalt können die Forster zufrieden sein, die Liste der geretteten Arten ist lang und facettenreich: Knoblauchkröten, Erdkröten, Springfrösche, Ringelnattern, Teichfrösche, Teichmolche, Laubfrösche, Moorfrösche, Zauneidechsen und Blindschleichen wurden notiert.
Die Zeit der Krötenwanderung ist mittlerweile vorbei, doch es bleibt genug zu tun. Nabu-Mitglied Horst Grabbert erklärte den Sommertour-Gästen, wie die Seenlandschaft der Umgebung kontrolliert und archiviert wird. „Wir nehmen Wasserproben, zeichnen Skizzen, notieren Bewuchs und Tierarten.“ Grabbert ist zufrieden mit seiner Aufgabe, diese Arbeit mache ihm Spaß, schildert er. „Ich komme viel rum und sehe richtig tolle Landschaften.“ Grabberts Geheimtipp ist derzeit der Johannisteich bei Gablenz: „So etwas Schönes habe ich lange nicht mehr gesehen. Wer schöne Natur liebt, der muss dort unbedingt mal hin.“ (jal)