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Schloss Gahry als Heiratsidyll

Auch das Brautpaar Stephanie und Florian Müller aus Forst hat im Schloss Gahry geheiratet – am 9. Juli 2016.
Auch das Brautpaar Stephanie und Florian Müller aus Forst hat im Schloss Gahry geheiratet – am 9. Juli 2016. FOTO: Lucia Laurenz
Forst/Gahry. Vor einem Jahr hatten die Forster Standesbeamtinnen um Nicole Hiepka und Steffi Landsberg noch in den letzten Zügen der Einrichtung des neuen Trauzimmers im Schloss Gahry gelegen. Selbst gestaltet mit modernen Paneelwänden, extravaganten Kerzenhaltern und Herzchen an den Fenstern hatten sie eine Wohlfühlatmosphäre für die Brautpaare geschaffen. Steffi Ludwig

Die erste Hochzeit stand am 12. März mit der Tochter des Gahryer Ortsvorstehers, Carolin Vatter, an - und es sollten noch 16 weitere im Jahr 2016 folgen. "Dass es so schnell so gut angenommen wird, hätten wir nicht gedacht", sagt Nicole Hiepka. Von der großen Hochzeit bis zur Mini-Hochzeit, bei der die Paare ganz allein zur Trauung kamen, sei alles dabei gewesen.

Einige Brautpaare hätten sich auch draußen vor der wunderschönen Schlosskulisse trauen lassen. Andere hätten das Schloss sogar zum Feiern gemietet und beispielsweise draußen eine Tanzfläche installiert. "Alle waren begeistert", so die Standesbeamtin. Ein Fotograf aus Potsdam habe das Schloss gar als Geheimtipp gelobt.

Der neue Trauort war eingerichtet worden, da das Schloss Hornow, in dem bisher geheiratet werden konnte, quasi für den Standesamtsbezirk Forst/Döbern-Land wegfiel, da die Gemeinde Hornow-Wadelsdorf nach Spremberg eingegliedert wurde. Das denkmalgeschützte Schloss Gahry, das der Gemeinde Wiesengrund gehört, erschien deshalb geeignet, das Amt Döbern-Land stimmte zu - und so wurde der bisherige Sitzungsraum zum Trauzimmer.

Das auch für dieses Jahr schon wieder gut vorbestellt ist: 15 Voranmeldungen gibt es bereits, eine Hochzeit hat bereits in Gahry stattgefunden, so Nicole Hiepka.

Dann wird 2017 vielleicht wieder ein besseres Hochzeitsjahr, denn auf den gesamten Standesamtsbezirk Forst/Döbern-Land bezogen, hat es 2016 weniger Hochzeiten gegeben als noch 2015: Mit 98 Eheschließungen waren es ganze 38 weniger als noch 2015. Aber ungefähr genausoviel wie noch 2014, als 102-mal geheiratet wurde. "Das Jahr 2015 war offenbar irgendwie magisch, dass wir da mit 136 so eine hohe Hochzeitszahl hatten", bemerkt Nicole Hiepka.

Auch im vergangenen Jahr sei der Forster Rosengarten beliebtester Trauort in Forst/Döbern-Land gewesen: 47 Paare heirateten im renovierten Trauzimmer oder draußen auf der Wehrinsel. 22 Eheschließungen gab es im kleinen Trauzimmer des Forster Rathauses, 17 im Gahryer Schloss und 12 im ebenfalls renovierten Trauzimmer im Döberner Rathaus.

Für 2017 gibt es laut Nicole Hiepka schon rund 50 Anmeldungen für Hochzeiten. "Gerade die Samstage im Sommer sind schon sehr gut besetzt, da gibt es nur noch wenige Lücken", berichtet die Standesbeamtin. Einen Ansturm auf Termine wie den 7.7.2017 kann sie nicht bestätigen. "Da haben wir zwar auch Trauungen, aber nicht wegen des Datums, sondern weil die Paare da Geburtstag oder ihren Kennenlerntag haben."

Zum Thema:
In Spremberg haben 2016 114 Paare geheiratet. Das sind zwölf mehr als 2015, so Stadtsprecher Alexander Adam. Geheiratet werden kann in den Trauzimmern von Spremberg und Welzow, im Spremberger Kulturschloss und im Schokoladenland von Felicitas in Hornow. Im Schloss Hornow ist es momentan nicht möglich.In Guben haben 2016 laut Stadtsprecher Bernhard Schulz 81 Paare geheiratet - und damit fast genau so viel wie die Jahre zuvor. 2015 waren es 82 Brautpaare. Geheiratet werden kann im Trauzimmer im Gubener Rathaus, im Heimatmuseum Sprucker Mühle, in der alten Filterhalle des Abwasserzweckverbandes, im Gutshaus Schenkendöbern und auf einem Steg am Göhlensee.