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| 13:25 Uhr

Spargel
Schlechtestes Spargeljahr seit Langem in Preschen

Auch in Preschen gab es in diesem Jahr viel Spargel – aber durch den Preisverfall wurde zu wenig abgenommen. Zudem fehlten Erntehelfer.
Auch in Preschen gab es in diesem Jahr viel Spargel – aber durch den Preisverfall wurde zu wenig abgenommen. Zudem fehlten Erntehelfer. FOTO: LR / Steffi Ludwig
Preschen. Im Spargelbetrieb Kaltschmidt zeigt sich Landestrend.

Auch für den Spargelbetrieb Kaltschmidt aus Preschen ist die Spargelsaison mit dem Johannistag, dem 24. Juni, beendet. Wie Gerald Kaltschmidt auf Nachfrage mitteilt, sei es für die Preschener das schlechteste Spargeljahr seit vielen Jahren gewesen. Damit bestätigt er den Trend der anderen Brandenburger Spargelbauern.

Grund für die Unzufriedenheit sei keineswegs ein schlecht gewachsener Spargel – im Gegenteil. Wegen der schnellen Wärme habe es eher eine Spargelschwemme gegeben. Problem seien jedoch einmal die fehlenden Erntehelfer gewesen. Aufgrund der anziehenden polnischen Wirtschaft und lukrativerer Angebote im Landesinnern sei es immer schwerer, polnische Spargelstecher zu finden, so Gerald Kaltschmidt. Und das, obwohl auch in Preschen für alle Mitarbeiter inzwischen der Mindestlohn von 8,84 Euro pro Stunde gezahlt werden muss. Um der Spargelmenge Herr zu werden, habe er einige elektrogetriebene Erntemaschinen gekauft, so Kaltschmidt. Flächen, die gar nicht geschafft wurden abzuernten, habe er durchwachsen lassen.

Zweites großes Problem sei der Preisverfall des Spargels gewesen – einmal aufgrund des Überangebotes und andererseits aufgrund des immer niedrigeren Preises des polnischen Spargels.  So wurden Kaltschmidts einen Teil ihres Spargels nicht los, mussten ihn entsorgen oder kompostieren. Das sei sehr schade und wirke sich natürlich negativ auf das Betriebsergebnis aus, so Kaltschmidt. „Wir hoffen, dass es nächstes Jahr besser wird, sonst müssen auch wir uns überlegen, wie und ob wir mit dem Spargel weitermachen“, sagt er.

(slu)