ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
| 02:44 Uhr

Schärfere Parkordnung für Rosengarten

Künftig werden hier Taschenkontrollen gemacht.
Künftig werden hier Taschenkontrollen gemacht. FOTO: Steffi Ludwig
Forst. Taschenkontrollen am Einlass sind nun möglich. Damit soll verhindert werden, dass Waffen oder Glasflaschen aufs Gelände kommen. Steffi Ludwig

Im Ostdeutschen Rosengarten ist künftig das Mitführen von Waffen jeder Art ebenso verboten wie das Mitführen von Gegenständen, die als Hieb-, Stoß- oder Stichwaffen geeignet sind. Dazu zählen auch Glasflaschen, Gasdruckbehälter oder Sprühdosen. Das hat der Werksausschuss des Eigenbetriebes Kultur, Tourismus und Marketing am Mittwoch mehrheitlich beschlossen. Ein Vorfall an den Rosengartenfesttagen 2016, bei dem es zu einer Handgreiflichkeit gekommen war, hatte zu der Verschärfung der Parkordnung geführt.

Jeder sollte es zwar als selbstverständlich ansehen, keine Waffen oder ähnliches mitzubringen, sagte Verwaltungsvorstand Sven Zuber. Aber erst, wenn es in der Parkordnung festgeschrieben ist, könne ein eventueller Fall auch geahndet werden. Deshalb seien jetzt auch Einlass- und Taschenkontrollen möglich. Dazu gehört auch das Recht, die Bein- und Oberbekleidung zu untersuchen und mitgebrachte Taschen oder Gefäße zu durchsuchen. Bei einer Weigerung könne der Zutritt zum Park verwehrt werden. Auch das steht jetzt in der Parkordnung. Ein Antrag der FDP-Fraktion, das Parkverbot auf dem Platz vor der Gaststätte "Rosenflair" aufzuweichen, wurde im Werksausschuss knapp abgelehnt. Zwei Abgeordnete stimmten dafür, zwei dagegen und zwei enthielten sich. Die FDP hatte gefordert, dass die Parkplätze in den Monaten von Oktober bis April uneingeschränkt nutzbar sein sollten. Während der Saison von Mai bis September solle die Nutzung des Parkplatzes nur zu besonderen Anlässen wie Hochzeiten oder Jubiläen im "Rosenflair" möglich sein und das mit Genehmigungspflicht, so FDP-Fraktionsvorsitzender Lothar Lischke. Denn die Parkplätze seien damals zur 100-Jahrfeier des Rosengartens extra angelegt worden. Parkmanager Stefan Palm argumentierte jedoch, dass der Rosengarten keine Verkehrsanlage, sondern ein Park sei. Gerade auch angesichts der Diebstähle im vergangenen Jahr - es wurden unter anderem hochwertige Bänke aus dem Rosengarten entwendet - plädiere er für das Park- und Autoverbot, so Palm.

2016 sei der Wachschutz beauftragt worden, die trotzdem vereinzelt vor dem "Rosenflair" parkenden Autos zu protokollieren und die Fahrer per Zettel an der Windschutzscheibe darüber zu informieren. Es habe kaum Wiederholungstäter gegeben. Für Behinderte mit gültigem Behindertenausweis sei das Parken jederzeit möglich. "Und bei Veranstaltungen im ,Rosenflair' haben wir immer eine Lösung gefunden", so der Parkmanager. Auch Sven Zuber plädierte dafür, den Rosengarten autofrei zu halten.

Stadtverordnete Doris Dreßler (Die Linke) bemerkte, dass jeder Zugang zum Rosengarten haben sollte und Ältere oder Gehbehinderte so weit wie möglich heran- und wieder herausgefahren werden können. Stefan Palm entgegnete, dass es im vergangenen Jahr keinerlei Probleme gegeben habe.