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| 18:44 Uhr

Forst
Abschied von alter Schwimmhalle

In der Schwimmhalle erklärt Heike Korittke (M.) die Pläne für die Sanierung. Bauplaner Falko Hinz (r.) und Jens Handreck (l.) sind ebenfalls dabei.
In der Schwimmhalle erklärt Heike Korittke (M.) die Pläne für die Sanierung. Bauplaner Falko Hinz (r.) und Jens Handreck (l.) sind ebenfalls dabei. FOTO: Katrin Kunipatz / LR
Forst. Mit dem Start in die Freibadsaison beginnt die fast zweijährige Sanierung des Hallenbades. Von Katrin Kunipatz

Nur noch sechs Tage ist die Forster Schwimmhalle geöffnet. Wer ein letztes Mal in dem 27 Jahre alten Becken seine Bahnen ziehen will, sollte die Chance nutzen. Schon im Juli rücke die Baufirma an und beginne mit dem Abriss, erläutert Planer Falko Hinz von der Bautzener Bauplanung GmbH.

Geschlossen bleibt das Forster Hallenbad voraussichtlich bis zum Frühjahr 2020. Zumindest in den Sommermonaten ist das Forster Freibad geöffnet. „Am 15. Mai beginnt die Saison“, sagt Bäderleiter Lutz Berbig. Das Team hat bereits alles vorbereitet. Regulär dauert die Freibadsaison bis zum 15. September. Wenn es die Witterung zulässt, könne das 2003 sanierte Forster Bad auch länger geöffnet bleiben, so Berbig. Nur zweimal sei es bisher möglich gewesen.

Aber im Winter ist es in jedem Fall zu kalt für die Schwimmer. Fachbereichsleiter für Bildung, Andreas Kaiser, hat bereits mit den 32 regelmäßigen Nutzern der Schwimmhalle gesprochen. Der Schwimmunterricht in der dritten Klasse soll in Form eines einwöchigen Schwimmlagers im Freibad stattfinden. Dafür wurden bereits Zeiten reserviert und als Schlechtwettervariante auch ein zweiter Termin nach den Sommerferien festgelegt. Ähnlich planen auch die Sportlehrer der Oberschule und des Gymnasiums. Laut Kaiser sei es für den Schulleiter der Wichernschule zwar möglich, in anderen Hallen Kapazitäten zu finden, schwierig sei die Beförderung der Schüler.

Reiner Hoffmann von der Wasserwacht des DRK hat sich ebenfalls Gedanken gemacht. Rund 40 aktive Mitglieder hat die Wasserwacht, über die Hälfte sind Kinder und Jugendliche. Im Herbst und Winter werde man sich verstärkt auf die theoretische Ausbildung konzentrieren. Für Übungen im Wasser komme nur die Schwimmhalle Guben infrage. Im Moment laufen noch Absprachen.

Langfristig wurde mit den Badmitarbeitern über die Zwangspause in den kommenden Wintern gesprochen. Ein Kollege werde eine Weiterbildung absolvieren, so Bäderleiter Lutz Berbig. Auch Mehr- und Minusstunden und andere Einsatzbereiche seien vorgesehen. Bauplaner Falko Hinze deutet an, dass es im zweiten Winter möglich sein werde, beim Einregulieren der Anlage die Technik kennenzulernen.

Rund eineinhalb Jahre veranschlagen Stadtverwaltung und Planer für die Sanierung. Insgesamt 6,4 Millionen Euro kostet das gesamte Projekt. Bauverwaltungsvorstand Heike Korittke erläutert, dass die Finanzierung fast vollständig über Förderprogramme abgesichert sei. Der Bescheid über vier Millionen vom Bund liegt bereits seit Dezember vergangenen Jahres vor. Beim Programm RENplus laufen drei verschiedene Anträge für die energetische Sanierung der Schwimmhalle. Korittke ist zuversichtlich, die Fördermittelbescheide zu erhalten. Gleiches gilt für das Förderprogramm Soziale Stadt, über das die Gestaltung der Außenanlagen finanziert werden soll.

Die Schwimmhalle selbst bleibe eine Sportschwimmhalle, betont Korittke. Neu wird nur ein Kleinkindbereich mit acht Quadratmeter Wasserfläche hinter dem Nichtschwimmerbecken. Trotz neuen Edelstahlbeckens bleibe die Halle wiedererkennbar. Das farbige Wandmosaik bleibt erhalten.