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Unwetterschäden
Samstag wird weiter aufgeräumt

Der Kleingarten von Sven Krause liegt unter Bäumen begraben. Das Vordach der Laube, eine Schaukel und das Trampolin sind zerstört.
Der Kleingarten von Sven Krause liegt unter Bäumen begraben. Das Vordach der Laube, eine Schaukel und das Trampolin sind zerstört. FOTO: Kunipatz
Forst / Döbern. Das Ausmaß der Schäden offenbarte sich Sven Krause am Freitagmorgen. Zwei Erlen, die direkt am Mühlgraben standen, liegen der Länge nach in seinem Garten hinter den Sportplätzen des TV 1861. Katrin Kunipatz

Das Laubenvordach ist hin, das Dach der Laube beschädigt, das kleine Gewächshaus kaputt, Schaukel und Trampolin verbogen. Sven Krause hat sich am Freitag freigenommen und mit dem Aufräumen begonnen. Am Wochenende bekomme er Unterstützung von einigen Freunden. Sie werden die Stämme zersägen und aufstapeln. "Mit dem Holz jedenfalls kann ich ein paar Jahre im Kamin heizen", so der Forster trocken.

Und der Kleingärtner ist am Freitag nicht der Einzige, der mit Sturmschäden zu kämpfen hat. In der Gärtnerei Keune sind ebenfalls Bäume umgeknickt. "Es gibt erhebliche Glasschäden am Gewächshaus", teilt Stadtsprecherin Susanne Joel mit. Am Stadion am Wasserturm muss der Eingang vorläufig gesperrt bleiben, weil ein umgestürzter Baum den Eingang blockiert. An der evangelischen Kita Talitha Kumi hat ein abgebrochener Baum den Zaun zerstört.

Roland Obst, Leiter des Betriebsamtes Forst berichtet, dass alle 35 Mitarbeiter am Freitag abgebrochene Äste und umgestürzte Bäume von den Wegen und Fahrbahnen räumten. Großes Augenmerk galt dabei den Spielplätzen. "Der Rosengarten blieb aus Sicherheitsgründen geschlossen", so Obst. Hier mussten die Wege freigeräumt werden, damit sich die Besucher wieder sicher im Park bewegen können. Am Samstag werden die Aufräumarbeiten fortgesetzt. "Wahrscheinlich werden wir noch kommende Woche zu tun haben."

Seit Donnerstagabend waren in Forst und dem Amt Döbern-Land die freiwilligen Feuerwehren im Einsatz. 32 Einsatzorte zählte Stadtwehrführer Andreas Britze. Die Feuerwehr Döbern wurde zu 25 Einsatzstellen gerufen. Die Einsätze der anderen Ortswehren sind da noch nicht mitgezählt. In einigen Fällen hatten Bäume Stromleitungen heruntergerissen. Deshalb gab es in verschiedenen Orten des Amtsbereichs unter anderem in Klein Kölzig, Preschen und Teilen von Groß Schacksdorf Stromausfälle. Die Netzbetreiber waren zum Teil noch am Freitag damit beschäftigt, ihre Kunden wieder mit Strom zu versorgen. "Die Reparaturen werden am Wochenende fortgesetzt", sagt Carsten Döring, Pressesprecher der Netzgesellschaft Forst-Lausitz, die glimpflich davon gekommen sei. Es gebe nur wenige Fachfirmen. Die beseitigen jetzt nach Priorität die Schäden an den Freileitungen.