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| 07:16 Uhr

Forst
Bald gibt es „Blüten auf Nasenhöhe“

Auch der Kaskadenbrunnen sprudelt zum Saisonauftakt im Rosengarten wieder.
Auch der Kaskadenbrunnen sprudelt zum Saisonauftakt im Rosengarten wieder. FOTO: Margit Jahn
Forst. Schon zur Saison-Eröffnung war das Interesse am Ostdeutschen Rosengarten groß.

Der stellvertretende Bürgermeister Jens Handreck, der polnische Bürgermeister aus Brody Ryszard Kowalczuk, Romy Ruff vom Förderverein Ostdeutscher Rosengarten Forst 1913, die amtierende Rosenkönigin Jessica I. sowie der stellvertretende Direktor der Sparkasse Spree Neiße, Norman Schöniger, begrüßten die anwesenden Familien und Gäste. „Ich freue mich, dass so viele kleine Forster gekommen sind, um ihre Rose zu besuchen“, sagte die Rosenkönigin. Musikalisch wurde der junge Mai vom Saxophon-Quartett „Blattwerk“ eingeläutet. Dem Team um Roland Obst sowie Jens Avermann ist es mit vielen  Mitarbeitern gelungen einen attraktiven Rosengarten aus dem Winterschlaf in die neue Saison zu erwecken. Anschließend wurde der Sponsoringvertrag seitens der Sparkasse für die neue Rosenkönigin Saison zwischen Jens Handreck und Norman Schöniger unterschrieben. Wer danach Lust hatte, konnte in einer Rikscha eine Fahrt durch den Rosengarten unternehmen oder auch Rosen für den heimischen Garten  erwerben.

Beschwingt erklang um 14 Uhr „The Pink Panther“ ,Musik des „Blattwerk“-Quartettes in sonniger Laune zu beginnender Parkführung mit Parkmanager Stefan Palm. Die kleine individuelle Gruppe erfuhr aktuell Interessantes, machte aber auch eine kleinen geschichtlichen Ausflug rund um die Entstehungsgeschichte des Rosengartens. 500 bis 600 Dauerkartenbesucher erfreuen sich jährlich an der Blütenpracht und dem harmonischen gestalteten grünen Park erfuhren die Gäste. Die Tour führte durch den Teschendorf- zum Hochstammgarten, weiter zum Edelrosenbett, entlang des Kaskadenbrunnens zum Jubiläumsgarten und dann auf die Wehrinsel, wo der Pergolenhof und der neue Löwenbrunnen im Mittelpunkt der Führung stand.

Familie Bräuer, eigens wegen der Saisoneröffnung aus Görlitz angereist, war zu DDR-Zeiten das letzte Mal im Forster Park. „Die ganze Anlage ist sowieso schön und imposant neu gestaltet“, befand das Ehepaar. Sie erinnerten sich an Sichtachsen wie sie zu DDR Zeiten gestaltet waren und heute.

„Der Winter kam zu spät“, bedauerte Palm an einigen Stellen. Davon konnten sich die Besucher an einigen Rosen überzeugen, die den letzten Frosteinbruch nicht unbeschadet überstanden haben. Diese Rosen werden aber demnächst ausgetauscht. Ein wenig machte Stefan Palm auch Reklame. Zur Rosenblüte sollten die Besucher wiederkommen, denn dann können sie „die Blüte auf Nasenhöhe erleben“.

Außerdem wird es vom 18. Mai bis zum 11. Juni gibt es die Ausstellung „Blütenbilder:Gesichter der Natur“ sowie wie am 27. Mai zum Rosengartensonntag, der immer am letzten Sonntag im Monat stattfindet, „Blütenzauber und Blütenbilder“ zu erleben.

Die in ihrer Blüte besonders dekorative Edelrose mit dem wohlklingenden Namen Athena wählten am 1. Mai unzählige junge Familien aus, um dem Nachwuchs ein kleines Andenken mit auf den Weg zu geben. Am 1. Mai wird traditionell die neue Rosengartensaison eröffnet, und damit der gute Brauch zelebriert, Rosen mit persönlichen Namen der neu geborenen kleinen Forster Erdenbürger zu pflanzen.

Die Babyrosen-Aktion soll nach Angaben der Initiatoren so lange Bestand haben, wie der Rosengarten existiert und junge Forster geboren werden. 49 waren dieses Mal dabei und jede Familie durfte eine Rose für ihr Kind auswählen, die natürlich schon vorher von den Mitarbeitern des Rosengartens gepflanzt worden war. Die Wahl hatten sie zwischen den Edelrosen „Bellevue“, ganz in rot, oder der „Athena“, die cremefarben mit Rosé-Einschlag erblühen wird. Aus dem Vorjahr gab es noch die Wahl zwischen den Beetrosen „Lady Romantica“ (weiß mit rosé) und der gelben „Yellow Meilove“.

„Eine tolle Aktion, und die Kinder können immer zu ihrer Rose zurückgehen“, schwärmte Janin Dubrau, die mit Mann Sebastian, dem kleinen Ben sowie Bruder Matthias und Schwägerin Daniela im Rosengarten dabei war. Sie haben sich für Ben die helle Rose „Lady Romantica“ ausgesucht.

Noch taufrisch ist die kleine Forsterin Nelda Noatzke mit gerade zehn Wochen. Vater Frank Malack und Mutti Jana Noatzke haben „Yellow Meilove“ gewählt. „Weil es mittlerweile zur Tradition gehört und das Kind immer mit seiner Heimatstadt verwurzelt bleibt“, nannten sie ihre Beweggründe.

Emilie, acht Monate jung, bekam „Athena“. „Weil sie die Schönste von Allen ist und der Rand so einzigartig ist“, sagte Nicole Schneider. Der große Sohn Leon nickt, sie hätten die Rose gemeinsam ausgewählt, gleich die „Athena“ favorisiert und hatten dabei den selben Geschmack. Großmutter Ilona Harmuth ergänzt: „Eine super tolle Aktion, schade, das es das bei den großen Kindern noch nicht gab.“