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| 17:51 Uhr

Ausstellungseröffnung
Sagenhaftes auf dem alten Kornspeicher

 Sabine Siegert und Jutta Kneschk aus Horno sind von den Farbspielen und kleinen Geheimnissen in den Bildern begeistert.
Sabine Siegert und Jutta Kneschk aus Horno sind von den Farbspielen und kleinen Geheimnissen in den Bildern begeistert. FOTO: Margit Jahn
Forst. Lübbener Künstlerin Monika Schubert zeigt auf dem Gut Neu Sacro die Ausstellung „Landschaften aus der Lausitzer Sagenwelt“. Von Margit Jahn

Auf Gut Sacro lädt die neue Ausstellung „Landschaften aus der Lausitzer Sagenwelt“ der Lübbener Künstlerin Monika Schubert zu einer kleinen Traumreise ein. Eröffnet wurde sie am Dienstagnachmittag gemeinsam mit dem sorbischen Liederpoeten Bernd Pittkunnings. Bernd Starick, Vorstandsmitglied der Bauern AG Neißetal, freut sich über die Ausstellung auf dem Gut. Besucher können sie zwischen Gänsebraten und Karpfen bis etwa Februar sehen. „Für die Region ist es eine Bereicherung“, so Starick.

So sahen das auch die Eröffnungsgäste, die teils lange vor den großen Gemälden stehen blieben und nach kleinen versteckten Details Ausschau hielten. „Ich male sorbische Sagen und wollte die Landschaften darstellen in der Stimmung , in der sie entstanden sind“, so die Künstlerin. Diese hat sie in passenden warmen und harmonischen Farben festgehalten. Steht man vor einem dieser großen Bilder, ist man eine ganze Weile beschäftigt, hier und da Dinge zu entdecken, die wie in einer geheimen Handschrift eingewoben sind und erst auf den zweiten Blick erkennbar werden. Im Original haben die Kunstwerke einen sorbischen Namen, in der Ausstellung sind diese deutsch gekennzeichnet.

Das Lieblingsbild vom Monika Schubert ist „Die Sage vom Wassermann“ von 2016. Diese darzustellen, ohne den Wassermann zu malen, sei eine besondere Herausforderung gewesen. Sie hatte irgendwann eine Spiegelung eines Riesenrades im Wasser gesehen, das sie später zu diesem Gemälde inspirierte. Die „Sage von den Irrlichtern“  sei das „Erstgeborene“ zu diesem Thema und liege ihr ebenfalls am Herzen. Einige der Arbeiten, die die Frühaufsteherin am liebsten Vormittags malt, sind auf dem Kopf stehend aufgestellt. Sie malt in mehreren dünnen Schichten, damit die Tiefe besser herauskommt.

Die Besucherinnen Sabine Siegert und Jutta Kneschk sind begeistert von den Werken der Lübbenerin. Die eingearbeiteten Lebewesen faszinieren Sabine Siegert besonders. Objektmanagerin Sylvia Müller freut sich, dass die Künstlerin „bei uns ausstellt. Sie ist eine Bereicherung für das Gut“. Auch Jürgen Roy, Maler aus Forst, ist voll des Lobes.