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| 16:07 Uhr

Sanierung
Ehrenfriedhof soll ab 2019 saniert werden

Der russische Ehrenfriedhof in Forst ist nicht mehr vorzeigbar.
Der russische Ehrenfriedhof in Forst ist nicht mehr vorzeigbar. FOTO: LR / Katrin Kunipatz
Forst. Großer Obelisk ist erstes Projekt. Geplant ist auch neue Bepflanzung der Kriegsgräberstätte. Von Katrin Kunipatz

Ob der Ehrenfriedhof ein russischer oder sowjetischer ist, will Fachbereichsleiterin Sabine Jahnke nach einer Anregung aus dem Bauausschuss noch einmal klären. Sicher ist: Die in Forst unter der Bezeichnung russische Ehrenfriedhof geführte Anlage soll saniert werden.Vordringlichstes Ziel sei es, den großen Obelisken einschließlich der Sockelstufen bereits im kommenden Jahr zu erneuern, wenn entsprechende Fördermittel bewilligt werden, so Jahnke.

Im Auftrag der Stadt Forst, die für die Pflege und Instandhaltung von Kriegsgräbern verantwortlich ist, hat das Landschaftsarchitekturbüro Subatzus und Bringmann ein Konzept für die Erneuerung des gesamten Ehrenfriedhofs erarbeitet. Alle Maßnahmen wurden mit den Denkmalschutzbehörden von Land und Kreis abgestimmt. Seit 2016 überprüft die Stadt Forst Gräberlisten, Namensführung und Inschriften auf dem russischen Ehrenfriedhof. Im Zuge der Sanierung des Friedhofs sollen  auch die Inschriften an den 57 kleinen Obelisken erneuert, Ergänzungen oder Namenskorrekturen vorgenommen werden.

Planerin Astrid Subatzus schlägt vor, die ursprüngliche Gestaltungsabsicht wieder herzustellen. Dafür sollen die Betonplatten des Weges erneuert, die niedrige Klinkermauer saniert und die Wasserentnahmestellen an den Rand der Anlage verlegt werden. Im Eingangsbereich schlägt sie Sträucher, Bänke und eine Hinweistafel zur Geschichte der Anlage vor. Die hochgewachsenen und teilweise nicht mehr standsicheren Douglasien an der Nord- und Südseite sollen einer Eibenhecke weichen. Die Gehölze zwischen den Obelisken werden entfernt und die Grabstätten mit bodendeckenden Zwergmispeln bepflanzt.

Auf rund 350 000 Euro werden die Kosten für die Erneuerung des Ehrenfriedhofs geschätzt. Vorausgesetzt, die finanzielle Unterstützung von Land und Kreis kommt, soll 2019 der große Obelisk saniert werden. Für weitere Maßnahmen erwarte Forst gemäß dem Gräbergesetz eine vollständige Kostenübernahme. In den zurückliegenden 21 Jahren waren 45 000 Euro für Reinigungsarbeiten und kleine Reparaturen ausgegeben worden.