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| 01:07 Uhr

Rotary-Clubs trafen sich im Groß Schacksdorfer Schloss

Groß Schacksdorf.. Klaudia und Wolfgang Keilholz waren am Wochenende in ihrem Groß Schacksdorfer Schloss Gastgeber für drei Rotary-Clubs.

Dies waren die beiden Clubs „Berlin-Brandenburger Tor“ und „Berlin-Lilienthal“ , denen Klaudia und Wolfgang selbst angehören, und der in der Region ansässige Rotary-Club aus Cottbus.
Der Hausherr nahm sich etwas Zeit, um über die anwesenden Rotary-Clubs zu berichten. Es sind Gesellschaftsclubs, die erstmals 1905 in Chicago gegründet wurden und die Geselligkeit mit sozialem Engagement verknüpfen. Es wird jeweils nur ein Vertreter eines Berufszweigs in einen Club aufgenommen. Damit löst sich auch das Rätsel, warum das Architekten-Ehepaar Keilholz zwei verschiedenen Rotary-Clubs angehört.

Führung durch Barockschloss
Nach dem Rotationsprinzip ist wöchentlich ein anderes Clubmitglied für die Organisation einer Veranstaltung oder eines Vortrags verantwortlich. An diesem Wochenende besuchten die Rotarier das Schloss im Park Branitz und besichtigten anschließend das Barockschloss in Groß Schacksdorf.
Zirka 60 Gäste folgten interessiert den Ausführungen des Ehepaares Keilholz zum Stand des Bauablaufs, den ferneren Plänen und den zahlreichen überraschenden Entdeckungen, die bei solch einem alten Gemäuer nicht auf sich warten lassen. Alle Türen waren geöffnet, damit sich die Anwesenden ungezwungen umschauen konnten.

Lösung mit Gemeinde finden
Im Innern mit dem freigelegten Mauerwerk waren an diesem Tage zahlreiche Gegenstände mit historischem Flair spielerisch, aber wirkungsvoll drapiert. Im Treppenhaus mit seiner schönen Stuckdecke lehnten schon die Fensterläden und doppelflügeligen Türen im Barockstil, die auf ihren Einbau warten.
Weitere Vorhaben des engagierten Architektenpaares sind in diesem Jahr die Sanierung des Fachwerkes im Obergeschoss und die Wiederherstellung des Belvederes - der Aussichtsplattform auf dem Walmdach. Auch der Garten soll nach den Plänen des Landschaftsarchitekten Professor Hubert Matthes gestaltet werden. Dort werde auf eine einvernehmliche Lösung mit der Gemeinde, die hier einen Fest- und Veranstaltungsplatz einrichten möchte, hingearbeitet, so Wolfgang Keilholz. „Solch ein besonderes Haus braucht auch einen besonderen Rahmen“ , findet die Familie Keilholz und plant, den Asphalt vor dem Eingang zu entfernen. Dort soll alles nach einem landschaftsgestalterischen Konzept begrünt werden. In Zukunft sollen dann eine Buchenhecke und eine Lindenreihe angepflanzt werden.
Buchen wecken Erinnerungen an den großen Lausitzer Gartenarchitekten Fürst Pückler, der hier 1826 vom damaligen „Groß Tzschacksdorfer“ Schlossbesitzer, dem Amtsverwalter Gottfried Karstedt, für 30 Taler eine 30-jährige Rotbuche kaufte und mit dem zweirädrigen Verpflanzungskarren nach Muskau transportieren ließ. Die Buche war dann zweihundert Jahre vor dem neuen Schloss im Fürst-Pückler-Park in Muskau einer der schönsten und auffälligsten Bäume.

Neuer Setzling
Da kam der Rotbuchensetzling als Geschenk vom Bundesförster Koschel aus Berlin gerade zur rechten Zeit. Wolfgang Keilholz überlegt derweil, wo er seine Jungbuche anpflanzen wird . . . (ah)