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Rosiger Sonntag in Forst

Forsts stellvertretender Bürgermeister Jens Handreck schwang am Sonntag selbst den Pinsel auf dem Weg zum Rosentraum.
Forsts stellvertretender Bürgermeister Jens Handreck schwang am Sonntag selbst den Pinsel auf dem Weg zum Rosentraum. FOTO: Margit Jahn/mjn1
Forst. Bei launigen 28 Grad lud Parkmanager Stefan Palm am Sonntag interessierte Gäste zu einem "Kunstspaziergang durch den Park" ein, wie er die Zuschauer begrüßte. Der erste Rosengartensonntag stellte verschiedene Kunstwerke in den Mittelpunkt, wie die "Flora mit vier Putten" von Walter Adler, entstanden 1913, oder "Mutter und Kind" von Ernst Sauer aus dem Jahr 1981. Margit Jahn / mjn1

Wer etwas über verschollene Skulpturen im Rosengarten wisse, der möge sich beim Parkmanager melden, so dessen Bitte. Viele einzelne Forster Bürger hätten mit ihren alten Fotos ein Stück zur Aufarbeitung der Geschichte beigetragen. Dafür bedankte sich der Parkmanager noch einmal, während er die Besucher über die vielen weiteren Kunstwerke im Garten aufklärte.

Am Nachmittag fand dann die zweite deutsch-polnische Kunstaktion "Auf dem Weg zum Rosentraum" unter der Leitung von Margret Holz statt. Jens Handreck, stellvertretender Bürgermeister von Forst, eröffnete offiziell diese besondere Kunstaktion. Begrüßt wurde die Kunstgruppe aus Polen, die sich aus zwei Gruppen zusammensetzte. Zum einen "Marfo" unter der Leitung von Janusz Orzepowski, zum anderen "Halszki" unter der Leitung von Halina Skindzier. Beide rund zehnköpfige Gruppen haben ihr Domizil im Kulturhaus in Lubsko. Als plastische Kunstgruppe bezeichnen sie sich, und ihr Schwerpunkt liegt in der Malerei, Bildhauerei, aber auch Porträtisten sind in den Gruppen zu finden. Die meisten von ihnen sind Amateure, einige von ihnen haben eine Kunstausbildung genossen.

So war am heißen Sonntagnachmittag im Schatten des Pergolengartens ein Plätzchen gefunden und Gips, Wasserwannen, Farbe und Pinsel deuteten auf einen interessanten, kreativen Mitmachtag hin. Der Gips für den weiteren Guss musste frisch eingerührt werden. "Er muss so lange stehen, bis keine Luftblasen mehr zu sehen sind", so Margret Holz, die mit Basecap wuselnd von einem Tisch zum anderen zog, um Anleitungen zu geben, oder um zu schauen, wie weit die neuen kreativen Forster, aber auch die polnischen Kunstfreunde waren. Sabine Siegert, Kerstin Handreck und Emma Palme waren unter den begeisterten Forster Kunstinteressierten. Sie ließen ihre Pinsel über das Pappdreieck flitzen.

Mit Händen, Füßen aber auch mit Pinsel und Farbe wurde gearbeitet. Alle entstandenen Kunstwerke der Abformungen werden zu einer großen Rose, dem Rosentraum, zusammengefügt. Die bemalten Karton- und Gipsplatten werden zu einer Wandarbeit zusammengesetzt.

Das Gesamtwerk kann man sich ab Dienstag bis 11. Juni in der Kunsthalle anschauen. Inwieweit es das gemeinsame Kunstwerk bis zur Rosenausstellung schafft und ob es sich integrieren lässt, wird man sehen, sagte Stefan Palm. Auch Jens Handreck nahm schwungvoll den Pinsel in die Hand und tobte sich mit sichtlicher Begeisterung an den leuchtenden Farben aus.