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| 13:34 Uhr

Resümee und Ausblick
Trotz Besucherrekord kein Gewinn

Zu den Rosengartenfesttagen im Juni in Forst - hier Rosenkönigin Jessica I. und der stellvertretende Bürgermeister Jens Handreck in der Kutsche - kamen rund 15 500 Besucher.
Zu den Rosengartenfesttagen im Juni in Forst - hier Rosenkönigin Jessica I. und der stellvertretende Bürgermeister Jens Handreck in der Kutsche - kamen rund 15 500 Besucher. FOTO: Steffi Ludwig / LR
Forst. Die Rosengartenfesttage schreiben noch immer rote Zahlen. 2018 wird weiter auf Marketing gesetzt und mit Kloster Neuzelle kooperiert. Von Steffi Ludwig

Die Forster Rosengartenfesttage werfen trotz ihres diesjährigen Besucherrekords von 15 500 Gästen noch immer keinen Gewinn ab. Wie Parkmanager Stefan Palm im jüngsten Werksausschuss des Eigenbetriebes Kultur, Tourismus und Marketing Rosenstadt Forst informierte, schreibe die Veranstaltung noch immer rote Zahlen.

Dazu schlüsselt er die Ausgaben folgendermaßen auf: Für das Programm und die Künstler mussten 71 200 Euro bezahlt werden, für die Gesellschaft für musikalische Aufführungs- und mechanische Vervielfältigungsrechte (Gema) 15 000 Euro. Für die Infrastruktur schlugen laut Palm 43 000 Euro zu Buche – dazu zählen unter anderem der für die Gäste kostenlose Busshuttle, die Bühnenzelte, die Beschallung, der Sanitätsdienst, der Wachschutz und die Toiletten. Die Ausgaben für das Marketing, also Werbeaktionen für die Rosengartenfesttage wie Plakate, ein Werbefilm oder Anzeigen, waren auf 10 500 Euro erhöht worden. Das macht summa summarum rund 140 000 Euro.

Dem gegenüber stünden laut dem Parkmanager jedoch nur Einnahmen von rund 80 000 Euro. Denn unter den 15 500 Gästen seien fast 1000 Dauerkartenbesitzer, die keinen zusätzlichen Eintritt zahlen, sowie rund 2500 Besucher, die kostenlos in den Rosengarten kommen, wie Kinder oder Begleitpersonen von Rollstuhlfahrern.

Auf die Frage des Stadtverordneten Jan Gebauer (CDU), wie es mit den Standgebühren sei, erklärte Stefan Palm, dass es einen Generalunternehmer gebe, mit dem ein Caterervertrag geschlossen ist. Dieser rechne die Standgebühren direkt mit den Versorgern ab. Doch ob dieses Konzept weiter so funktioniere, sei eine Generalfrage, sagte der zuständige Verwaltungsvorstand Sven Zuber und versprach eine Analyse der Versorgung bis zum nächsten Werksausschuss.

Unterdessen will der Forster Rosengarten auch im nächsten Jahr seine Marketingaktivitäten erweitern. So sei ab Juni wieder eine Großflächenwerbung mit Plakaten an Bahnhöfen in Dresden und Berlin wie bereits dieses Jahr vorgesehen, berichtet der Parkmanager. Neu sei eine Kooperation mit dem Kloster Neuzelle, das 2018 sein 750. Jubiläum feiert (siehe Kasten). Über die TMB Tourismus-Marketing Brandenburg sei ein Werbepaket für Polen gebucht mit Prospektverteilung bei Messen, Anzeigen in Tageszeitungen oder einen polnischen Newsletter. Denn aus dem Nachbarland kamen laut Stefan Palm in diesem Jahr zehn Prozent der Gesamtbesucher.

Aber auch weitere Werbemaßnahmen in regionalen Zeitungen sowie besondere Flyer und Plakate zu den Rosengartenfesttagen sollen für viele Gäste sorgen. Ebenso wie der neu aufgelegte Sales Guide, ein Führer für Gruppen- und Busreisen, der an 1000 Busreiseunternehmen verschickt wurde.