Von Thoralf Haß

War es im vergangenen Jahr zu nass und zu kalt während der Rosengartenfesttage, so war in diesem Jahr das Gegenteil der Fall: Tropische Temperaturen ließen die Zuschauer nach schattigen Plätzen Ausschau halten. Zusätzlich eingeheizt wurden den Gästen am Wochenende von den auftretenden Künstlern, die mit ihren großen Hits zum Mitschunkeln und  -tanzen anregten.

Auch wenn mit insgesamt 12 700 Besuchern für alle drei Tage weniger Gäste als im Rekordjahr 2017 kamen, zeigte sich Parkleiter Stefan Palm angesichts der hohen Temperaturen sehr zufrieden mit der Zuschauerresonanz. „Es kamen witterungsbedingt etwa 500 bis 1000 Besucher weniger als erwartet“, resümierte er. Der Samstag entpuppte sich wiedermal als der besucherstärkste Tag. Rekordverdächtige 8800 Besucher fanden an diesem Tag den Weg in den Rosengarten.

Vorbeugend angesichts der vorhergesagten Temperaturen bis 39 Grad Celsius wurden am Sonntag im klimatisierten Saal des „Rosenflair“-Restaurants Behandlungsplätze für Sanitäter vorbereitet. Trotzdem vermeldete der Rettungsdienst bis kurz vor Veranstaltungsende keine hitzebedingten Einsätze. Lediglich am Samstagabend kam es zu einem etwas größeren Einsatz. Ein technischer Defekt an einem Schaugeschäft hatte vier Leichtverletzte zur Folge, die jedoch vor Ort behandelt wurden. Akute Fälle, die eine Einlieferung in die Klinik zur Folge gehabt hätten, gab es keine.

Bewährt habe sich auch das im Vorjahr erprobte Konzept der zentralen Informationsstelle, so Stefan Palm. Im Einsatzleitwagen der Freiwilligen Feuerwehr Forst liefen vor Ort alle Informationen für Rettungsdienst, Feuerwehr, Ordnungsdienst und Org-Büro zusammen. Deshalb geht der Dank des Veranstalters an alle Ehrenamtlichen, die am Wochenende für einen reibungslosen Ablauf des kulturellen Höhepunkts der Stadt sorgten.

Unter den Gästen waren auch wieder viele Besucher aus dem Nachbarland. „Viele polnische Gäste kamen unangemeldet mit Bussen, doch wir konnten das gut koordinieren, so dass es nicht zu langen Wartezeiten an der Kasse kam“, verrät Stefan Palm. In Stoßzeiten, wenn absehbar war, dass sich lange Schlangen bilden würden, ging das Einlasspersonal zur Kassierung per Handkasse über.

Erste positive Rückmeldungen erreichten auch schon den Veranstalter. So kam das Musik-Feuerwerk, unterstützt mit neuer Laseranlage, sehr gut bei den Zuschauern an. Viele zückten ihre Kameras oder staunten einfach nur angesichts der fantastischen Effekte. Emotionaler Höhepunkt war am Freitagabend die Verabschiedung der inzwischen ehemaligen Rosenkönigin Stephanie II. und die Krönung der neuen Regentin Laura I. aus Weißwasser, die jedoch viele familiäre Wurzeln in Forst hat und somit auch viele Verbindungen zur Rosenstadt und dem Rosengarten.

Mit der Kutsche fuhren Rosenkönigin Laura I. und die Bürgermeisterin am Sonnabendnachmittag in Begleitung der Prinzengarde des Forster Karnevalsvereins vor. Nach  drei Salutschüssen des Schützenvereins begann am Musikpavillon ein langes musikalisches Programm. Schlagerstar Olaf Berger bezauberte vor allem das weibliche Publikum. Daran schlossen sich Antonia aus Tirol, Alexander Knappe und Fools Garden Trio an. Die „Nacht der 1000 Lichter“ und ein Höhenfeuerwerk waren der Auftakt für eine lange Party mit DJane Karla Kenya.

Umjubelter Stargast bei den meist älteren Zuschauerinnen war am Sonntag Semino Rossi. Der Argentinier begeisterte mit heißen Latino-Rhythmen.

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