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| 01:32 Uhr

Romanhafte Reportage

Die Cottbuser Autorin Conny Wierick stellt am Donnerstag, 23. April, in der Amtsbibliothek Peitz ihr Buch „Skalpell und Vaterunser“ vor. Erschienen ist es im Regia-Verlag. Von Ulrike Elsner

Die Groß Gaglower Lehrerin Conny Wierick habe eine romanhafte Reportage verfasst, heißt es in der Veranstaltungsankündigung des Verlages. Es ist die Geschichte eines bekannten und anerkannten Cottbuser Arztes, der selbst Cottbuser Stadtgeschichte mitgeschrieben hat. Der Orthopäde Dr. Willi Steinhäuser, den die Autorin von Kindesbeinen an kannte, ist der Held dieses Buches. Noch nie sei über einen Cottbuser Arzt mit soviel Kenntnis und Sympathie geschrieben worden, sagt C. Maibaum vom Regia-Verlag. Erst mit 92 Jahren habe Dr. Willi Steinhäuser, als ältester Orthopäde Deutschlands, seine Praxis für immer geschlossen. Dennoch sei er auch noch Jahre später in seiner Villa für seine Patienten da gewesen.Johannes Nikolaus Willi Steinhäuser, oder auch nur Dr. Willi Steinhäuser genannt, habe die Medizin in Cottbus revolutioniert, heißt es in der Verlagsmitteilung. Die meisten Cottbuser hätten zuvor nie etwas von dem Begriff Orthopädie gehört. Jahrelang sei Steinhäuser als Assistent in der Chirurgischen Universitätsklinik Breslau tätig gewesen, bis er im Jahre 1933 seine erste eigene Praxis in Cottbus eröffnet habe. Als der Krieg zu Ende geht und nach Deutschland zurückkehrt, ist Steinhäuser der einzige Arzt in Cottbus und nach den Bombenangriffen vom 15. Februar 1945 mit Tausenden von Verletzten und vielen Toten konfrontiert. Er operiert Tag und Nacht. Nach dem Krieg baut der Mann die ambulante und stationäre Orthopädie in Cottbus auf. Conny Wierick hat Willi Steinhäuser kein Denkmal gesetzt, sondern ihn als Mensch dargestellt. Wie er war, das erfahren die Leser ihres Buches und die Besucher der Lesung in der Peitzer Amtsbibliothek.Wie der Verlag mitteilt, kann das Buch am Rande der Lesung gekauft und signiert werden.23. April, 18.30 Uhr, Amtsbibliothek Peitz, Schulstraße 8, Eintritt: zwei Euro.