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| 01:06 Uhr

Rogin: Kreis kann erst Ende 2004 aussteigen

Spremberg / Welzow.. Der Geschäftsführer des Welzower Flugplatzes, Uwe Rogin, hat den angekündigten Rückzug des Landkreises aus der Flugplatzgesellschaft kritisiert. „Politisch gesehen ist es keine schöne Angelegenheit“ , sagte Rogin.

Rogin ist auch Mitglied der CDU-Fraktion im Kreistag. Spree-Neiße-Finanzdezernent Günter Friedrich hatte mit Blick auf die Finanzlage im Landkreis den baldigen Verkauf oder die Aufgabe des 16-Prozent-Anteils an der Flugplatzgesellschaft angekündigt (RUNDSCHAU berichtete gestern). Gleichzeitig hatte Friedrich betont, die Kreis-Anteile am Flugplatz Cottbus-Drewitz zunächst halten zu wollen.
„Wenn man so etwas angeht, sollte man das auch bei allen anderen tun“ , forderte Rogin Gleichbehandlung ein und kritisierte die Vorzugsbehandlung von Drewitz: „Das Engagement von Landrat Dieter Friese war immer auf Drewitz ausgerichtet“ , sagte Rogin. Dabei koste dies den Spree-Neiße-Kreis weit mehr als das Welzower Engagement: Während der 16-Prozent-Anteil in Welzow den Kreis in diesem und dem vergangenen Jahr je 46 000 Eu ro gekostet habe, schlage die 62,5-Prozent-Beteiligung in Drewitz mit knapp 390 000 Euro zu Buche, rechnet Rogin vor.
Er kritisierte außerdem, dass der Landkreis eine Einrichtung, die den Charakter von Wirtschaftsförderung und In frastrukturverbesserung trage, allein unter dem Kostenaspekt bewerte.
Sollte der Landkreis keinen Käufer für seine Anteile finden, kann er aus dem Gesellschaftervertrag ausscheiden. Ein solcher Schritt ist nach Rogins Angaben frühestens zum Ende des kommenden Jahres möglich. Bis dahin würde der Landkreis weiterhin an den Kosten des Flugplatzes beteiligt bleiben.
Sprembergs Bürgermeister Dr. Klaus-Peter Schulze sieht trotz des neuen Kreis-Vorstoßes zum Flugplatz keinen aktuellen Diskussionsbedarf über die Anteile der Stadt. Zunächst müsse das Thema bei der Flugplatz-Gesellschafterversammlung im Herbst angesprochen werden, so Schulze.
Der Landkreis Spree-Neiße und die Städte Spremberg und Welzow sind mit je 16 Prozent Hauptgesellschafter des Flugplatzes. (klw)