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Rittersporn und Sonnenhut statt Schmiererei

Die Forster Malfreunde – Ruth Glow, Simone Schwarzenberg und Brigitte Klose (v.l.n.r.) verschönern das Trafohäuschen Am Waldgürtel.
Die Forster Malfreunde – Ruth Glow, Simone Schwarzenberg und Brigitte Klose (v.l.n.r.) verschönern das Trafohäuschen Am Waldgürtel. FOTO: kkz
Forst. Die ersten Schmetterlinge sind da, bevor die Blumen fertig sind. Simone Schwarzenberg und die drei anderen Damen der Forster Malfreude freut es. kkz

Die ersten Schmetterlinge sind da, bevor die Blumen fertig sind. Simone Schwarzenberg und die drei anderen Damen der Forster Malfreude freut es. Mit großen Pinseln zeichnen sie Mohnblumen, Rittersporn, Sonnenhut und Allium auf die Wand des Trafohäuschens in der Straße Am Waldgürtel. Den Entwurf für die Gestaltung der vier Wände haben die Malfreunde zuvor mit den Stadtwerken Forst und Stadtteilmanagerin Kathleen Hubrich abgestimmt. Die Blumen malt Simone Schwarzenberg freihand auf die Wand. "Ich male schon immer gern großflächig, deshalb ist es für mich kein Problem", erklärt die Künstlerin. Ruth Glow, Hannelore Owczarek und Brigitte Klose färben die Blüten, während Simone Schwarzenberg mit Weiß und Braun Akzente setzt, damit die Blumen plastisch wirken. Bei den hochsommerlichen Temperaturen am Donnerstagvormittag ging die Arbeit gut von der Hand. Die Acrylfarbe trocknete schnell und glücklicherweise gab es rundherum einige Schatten spendende Bäume. Am Tag zuvor hatten Flüchtlinge - in Absprache mit Stadtteilmanagerin Kathleen Hubrich - mit Wandfarbe den Untergrund für die Malfreunde vorbereitet.

Das gerade bemalte Trafohäuschen ist das dritte der Forster Malfreunde. Vier andere hat der Graffiti-Künstler Maik Enge gestaltet. Und zwei Objekte stehen noch aus, wie Kathleen Hubrich erläutert. Ein kleines Trafohäuschen in der Kleinen Amtstraße und ein weiteres am Ebereschenweg sollen noch in diesem Jahr gestaltet werden. Bei Letzterem ist eine Zusammenarbeit der Malfreunde mit den Mitarbeitern der in der Nähe befindlichen Behindertenwerkstatt geplant.

Die Gestaltung der Trafohäuschen ist eine Kooperation der Netzgesellschaft Berlin-Brandenburg, der Stadtwerke Forst und der Deutsche Stadt- und Grundstücksentwicklungsgesellschaft. Ziel ist es, die bisher mit Graffiti verunzierten Häuschen, zu verschönern und damit das Stadtbild aufzuwerten. Das Konzept scheint aufzugehen. Diana Loichen von den Stadtwerken resümiert: "Bisher sind alle neu bemalten, nicht mehr beschmiert worden."