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| 20:00 Uhr

Ostalgie der ganz anderen Art
Im Manitu leben die Bluesmessen wieder auf

Forst. Neben Musik ist auch eine Diskussionsrunde zur der besonderen Form der Opposition in der DDR geplant.

Die Bluesmessen der Samariterkirche sind legendär. In den 80er-Jahren trafen sich hier Jugendliche, die nicht ins DDR-Schema passten. Am 12. Mai soll in der Forster Blueskneipe Manitu an diese Bluesmessen mit einem ersten Konzert erinnert werden. Beginn der Talkrunde ist um 18 Uhr, die erste Band spielt um 19 Uhr. „Am 12. Mai möchten wir aber nicht nur mit Musik an die Bluesmessen erinnern“, betont Jana Pfitzmann. Ab 18 Uhr werde es eine Talkrunde mit den teilnehmenden Bands und interessanten Zeitzeugen aus jener Zeit geben. Die Gäste können sich auf einen langen Abend mit viel Musik von  „Engerling“, „Pasch“ und „Jonathan Blues Band“ freuen. Für den 8. September haben zur zweiten Auflage bereits „Monokel“ und „Jürgen Kerth“ zugesagt.

Die Bluesmessen waren in den 80er-Jahren legendäre Alternativ-Veranstaltungen, die aber immer auch die kirchliche Liturgie mit Andacht und Predigt einhalten mussten, um dem kirchlichen Charakter gerecht zu werden. Die kritischen Veranstaltungen zogen in besten Zeiten mehrere Tausend Besucher an. Dadurch hatten auch oppositionelle Basisgruppen Zulauf, die sich in Kirchenräumen trafen. Von 1979 bis 1986 erreichten 20 Gottesdienste mehr als 50 000 Besucher.

Am 8. September soll es in der Forster Blueskneipe den zweiten Teil der „Bluesmesse“ geben. Bereits zugesagt haben laut Jana Pfitzmann „Monokel“ und „Jürgen Kerth“. Weitere Gespräche mit Bands laufen. „Als ganz besonderen Gast dürfen wir dann für die Talkrunde den damaligen Jugendpfarrer Rainer Eppelmann begrüßen“, freut sich Jana Pfitzmann.