| 02:39 Uhr

Restabfall-Transport neu geregelt

Die Möglichkeit, dass die kreiseigene Abfallentsorgungsfirma AGNS künftig den Restmüll transportiert, wird laut Beigeordnetem Olaf Lalk nach jetzigem Kenntnisstand nicht funktionieren.
Die Möglichkeit, dass die kreiseigene Abfallentsorgungsfirma AGNS künftig den Restmüll transportiert, wird laut Beigeordnetem Olaf Lalk nach jetzigem Kenntnisstand nicht funktionieren. FOTO: Ludwig
Forst. Die Großräschener Firma Remondis Brandenburg GmbH wird ab 1. Juni bis Januar 2016 den Restmüll aus dem Spree-Neiße-Kreis in die Entsorgungsanlage Großräschen transportieren. Das hat der Werksausschuss des Eigenbetriebes Abfallwirtschaft am Montag beschlossen. Steffi Ludwig

Bereits im September 2014 hatte die Großräschener Firma EEW Energy from Waste GmbH den Zuschlag vom Kreistag Spree-Neiße für die Entsorgung der Restabfälle aus dem Spree-Neiße-Kreis bekommen. Der Vertrag mit dem bisherigen Entsorger, der Märkischen Entsorgungsanlagen-Betriebsgesellschaft (MEAB) aus Schöneiche, läuft planmäßig zum 31. Mai aus - und somit auch mit dem bisherigen Transportunternehmen, der Firma Heider Logistik GmbH & Co. KG aus Zossen, Ortsteil Schöneiche.

Deshalb musste der Restmüll-Transport von der Umladestation in Forst in die Entsorgungsanlage Großräschen neu ausgeschrieben werden - zumindest von Sperrmüll und sonstigen Restabfällen. Die Abfälle aus Einrichtungen des Gesundheitswesens werden nach Auskunft von Werkleiterin Susanne Neuer weiter durch die kreiseigene Abfallentsorgungs-Gesellschaft Neiße-Spree mbH (AGNS) transportiert - in Zusammenhang mit der Sammlung und Beförderung von Hausmüll und hausmüllähnlichen Gewerbeabfällen.

Ausgeschrieben wurde der Transport nur für acht Monate bis 31. Januar 2016, da laut Susanne Neuer geprüft werden sollte, ob die AGNS künftig weitere Restabfall-Transporte selbst übernehmen könne.

Unter den acht Bietern wurde die Remondis Brandenburg GmbH aus Großräschen ausgewählt, die mit 135 265,30 Euro das wirtschaftlichste Angebot abgegeben hatte. Der Werksausschuss des Eigenbetriebes Abfallwirtschaft gab am Montag die Zustimmung. In der Vergabekommission hatte es laut Heinz-Peter Bischoff (Linke), der auch im Werksausschuss Abfallwirtschaft sitzt, jedoch erhebliche Gegenwehr gegeben wegen des mit acht Monaten nur kurzen Zeitraumes der Vergabe. Bischoff habe diese Bedenken mit seinen Kenntnissen aus dem Werksausschuss ausräumen können.

Wie der Beigeordnete des Landrates und Geschäftsführer der AGNS, Olaf Lalk (CDU), jedoch im Werksausschuss mitteilte, hätten die aktuellen Kalkulationen und Berechnungen ergeben, dass die AGNS einen eigenen Restmüll-Transport doch nicht leisten könne. "Nach jetzigem Kenntnisstand können wir solche Fremdtouren nicht aufnehmen", so Lalk. Es würde ja nicht nur die Strecke Forst - Großräschen betreffen, sondern auch die Rücktouren. Und da fehlten der AGNS schlichtweg die Beziehungen, in das Geschäft einzusteigen, so Olaf Lalk.

Deshalb werde wohl auch der Transport nach Januar 2016 neu ausgeschrieben werden müssen. Auf die Enttäuschung von Ausschussvorsitzenden Jens-Uwe Winkler (Freie Wähler SPN) hin, ob man das nicht eher hätte wissen können, sagte Olaf Lalk, dass auch dies für das Unternehmen Neuland gewesen sei, so etwas zu berechnen, da ja bisher kein Abfall transportiert wurde.