(mjn) Es muss nicht immer schnell und laut sein: Auch stilvoll und etwas verrückt, mit schwarz-weiß gepunktetem Hemd, schwarzem Sakko, dicker Kreuzkette und blauem Seidentuch kommt bei den Forster „Manitu“-Gängern und Gästen gut an. Sehr gut sogar, denn gleich beim ersten Titel von Mariuzz – der Westernhagen-Tribute-Show Nummer eins –, „Komm lass uns leben“, sprangen die Leute von den Plätzen und stürzten auf die Tanzfläche.

Die meisten Besucher in der Forster Erlebnisgaststätte sind mit der Musik von Marius Müller-Westernhagen aufgewachsen, so dass jeder Titel textsicher mitgesungen wurde. „Hallo Forst in der Lausitz.Wir freuen uns so, dass wir wieder hier sein dürfen an unserem östlichsten Auftrittsort ever“, sagte der bestens gelaunte Sänger Mariuzz alias Peter Zahn aus Apolda. Nach der Frage an seine Gäste nach deren Befinden verriet er auch selbst mit seinem Titel: „Es geht mir gut“: auch ein Kultlied, welches generationsübergreifend entweder auf der Tanzfläche oder an den rustikalen Tischen lauthals mitgesungen wurde.

„Als er im vorigen Jahr hier war, hat ihm die Atmosphäre so gut gefallen, dass er gesagt hat, er möchte im nächsten Jahr wiederkommen“, so „Manitu“-Wirt Frank Pfitzmann am Rande. Kein Wunder, denn im Alter von 20 bis 70 Jahren war sein bunt gemischtes Publikum, welches sich glückselig in eine längst vergangene Zeit mit einer unvergesslichen Musik katapultierte. Im „geilsten Schuppen“, wie Musiker Peter Zahn das „Manitu“ betitelte, bebte zu „Steh auf“ oder „Willenlos“ der Saal. „Wer von euch hört auf den schönen Namen Rosie?“, fragte er sodann. „Den Titel widme ich meiner imaginären Freundin Rosi aus Forst“, scherzte er. Überhaupt fühlte er sich mit seiner siebenköpfigen Band sichtlich pudelwohl auf der Forster Bühne.

„Den nächsten Song müsst ihr unbedingt mitsingen“, sagte er vor „Willenlos“. Aber da war die Lawine schon längst nicht mehr zu stoppen. Die gute Laune von der Bühne verbreitete sich im Handumdrehen unter den teils weit angereisten Gästen, die diesen Abend so schnell nicht vergessen werden.