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Forst
Regenrinne beruhigt Verkehr im Bergmannsweg

Die Anwohner des Bergmannswegs in Groß Kölzig sind uneins über die Regenrinne auf der Straße.
Die Anwohner des Bergmannswegs in Groß Kölzig sind uneins über die Regenrinne auf der Straße. FOTO: Katrin Kunipatz / LR
Groß Kölzig. Anwohner begrüßen die gepflasterte Querrinne in Groß Kölzig. Seit Straßenbau werden ihre Grundstücke nicht mehr geflutet.

Die Querrinne im Bergmannsweg in Groß Kölzig gibt es seit knapp sieben Jahren. Genauso lange kämpft Familie Noack dafür, dass die Rinne wieder wegkommt. (RUNDSCHAU berichtete) Kurt Noack und Sohn Hartwig führen an, dass der gepflasterte Streifen eine Gefahrenquelle für Radfahrer ist, Autos müssten extra abbremsen. Außerdem würde sie ihren Zweck als Regenwassersammler nicht erfüllen. Bei der Amtsverwaltung Döbern-Land fanden sie bisher keine Gehör und der Landkreis sah sich nicht zuständig.

Ein neues Kapitel in dem Streit schlägt jetzt Bernd Präger auf. Auch er ist Anwohner des Bergmannswegs. Sein Grundstück liegt nah an der Querrinne, schräg gegenüber dem der Noacks. „Unser Schlafzimmer geht zur Straße raus“, sagt der 68-Jährige. „So schlimm ist die Lärmbelästigung nicht, denn die meisten halten sich an die Geschwindigkeitsbegrenzung“, ergänzt er. Deshalb begrüßt er die Rinne sogar. Sie und das Zusatzschild Tempo 10 wegen Bodenwelle sorgen für eine Verkehrsberuhigung. Vorher fuhren die Autos auf der neuen Straße oft auch schneller als 50 km/h.

Präger widerspricht auch der Aussage, dass die Rinne gar kein Regenwasser zum Gully leiten würde. Erst in dieser Woche während des starken Regens am Mittwochvormittag habe sie tadellos funktioniert. Er und weiteren Anlieger auf der Nordseite des Bergmannwegs sind für die Rinne. Sie befinde sich ganz korrekt am tiefsten Punkt der Straße. Im Zusammenhang mit der Erneuerung des Bergmannwegs wurden außerdem ein schmaler Graben neben der Straße und Sickerschächte gebaut. „Vorher ist unser Grundstück, das wie alle auf der Nordseite etwas tiefer liegt, bei Regen regelmäßig geflutet worden“, berichtet Bernd Präger. „Seitdem Neubau der Straße passierte es nicht mehr.“ Deshalb hätten auch nicht die Anwohner des Bergmannwegs gegen die Rinne unterschrieben, sondern Leute aus dem ganzen Ort, empört sich Präger. Er deutet an, dass es weitere Streitpunkte zwischen ihm und den Noacks gibt. „Das Nachbarschaftsklima ist schlecht“, begründet er. Kurt Noack hatte ebenfalls angedeutet, dass es Streitigkeiten mit anderen Anwohnern gäbe.

(kkz)