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| 16:17 Uhr

Neiße-Malxetal
Regenrinne als Stolperfalle und Verkehrshindernis

Querrinne im Bergmannsweg Gr Kölzig
Querrinne im Bergmannsweg Gr Kölzig FOTO: Katrin Kunipatz / LR
Groß Kölzig. Eine gepflasterte Querrinne stört Anwohner am Bergmannsweg. Ein Verkehrszeichen weist auf die Gefahr hin. Das Amt verweigert den Rückbau. Von Katrin Kunipatz

Das Paketauto hält auf dem Bergmannsweg in Groß Kölzig. Extra langsam hat der Fahrer die gepflasterte Querrinne in der Straße durchfahren. Er habe sich daran gewöhnt, antwortet er auf die Frage, ob ihn die Vertiefung in der sonst glatt asphaltierten Straße stören würde. „Nur vergessen dürfe man die Rinne nicht, sonst kracht es gewaltig“, ergänzt er.

Der 78-jährige Kurt Noack wohnt Zeit seines Lebens im Bergmannsweg. Bis 2011 war es ein Sandweg. Und weil es bei Regen schon immer Probleme gab, kümmerten sich die Anlieger zu DDR-Zeiten selbst. Gemeinsam wurden ein Gully und eine Rohrleitung gebaut, durch die das Regenwasser unterirdisch abfließen konnte.

Die im Zuge des Straßenbaus vor sechs Jahren entstandene Regenrinne ist ihm ein Dorn im Auge. Radfahrer umfahren die Rinne. Alle Autofahrer müssen abbremsen. Zur Warnung hat man sogar ein Verkehrszeichen aufgestellt und die Geschwindigkeit auf 10 km/h reduziert. Dabei sei die gepflasterte Querrinne überhaupt nicht nötig, so Noack. „In der Rinne fließt nur Wasser, wenn es von oben reinfällt“, berichtet er. „Der Regen läuft in Rinnsalen davor und dahinter zum Gully.“ Nach seiner Aussage sei die Rinne auch nie Bestandteil der Planungsunterlagen gewesen. Sohn Hartwig Noack, der bis zum Ruhestand Leiter der Straßenmeisterei Forst war, pflichtet ihm bei. „Solche Rinnen baut man über die Straße verteilt und nicht am tiefsten Punkt“, sagt er. Die Noacks wollen, dass die Querrinne verschwindet. Unterschriften der Anwohner haben sie gesammelt, fanden aber bei den Gemeindevertretern und der Amtsverwaltung kein Gehör.

Fachbereichsleiter Bauen beim Amt Döbern-Land, will sich zum Streitobjekt eigentlich gar nicht äußern. Er verweist auf den seit fünf Jahren bestehenden Schriftwechsel zwischen Noack und dem Landkreis. Diskutiert werde über die Richtigkeit der Rinne. „Nach unserer Auffassung ist die Rinne dort nötig“, so Eppinger. Außerdem läuft beim Verwaltungsgericht Cottbus ein Verfahren, weil sich Hartwig Noack gegen die vom Amt aufgerufenen Straßenausbaubeiträge wendet.