Von Sven Hering

Mit der Sanierung der Noßdorfer Kita „Regenbogen“ hat die Stadt Forst jetzt mit einer Ausnahme alle Kindereinrichtungen auf einen aktuellen Stand gebracht. Rund 220 000 Euro wurden in das Gebäude in der Lerchenstraße investiert.

Saniert wurden laut Stadtverwaltung drei Gruppenräume, zwei Garderoben, die Flure und das Treppenhaus. Schallschutzdecken wurden eingezogen, ein neuer Fußboden mit schalldämpfenden Eigenschaften eingebracht. Eine Solaranlage versorgt jetzt das Gebäude, Heizkessel und Heizkörper wurden ausgetauscht, ebenso die Elektroinstallation erneuert.

Kita-Leiterin Petra Panzram ist begeistert: „Im Vergleich zu vorher ist alles heller, moderner, schöner. Die Qualität hat zugenommen mit den Außenjalousien. Es lebt sich einfach schöner hier“, sagt sie.

Kinder und Eltern sind begeistert

Und wie haben die Kinder ihr neues Domizil aufgenommen? „Ebenso. Die waren natürlich sehr gespannt“, so die Kita-Chefin. Seit September 2018 war die Kita „Regenbogen“ im Ausweichquartier in der Villa Tagorestraße untergebracht. Gemeinsam mit ihren Eltern hatten die Kinder dann vor wenigen Wochen kurz vor dem Rückzug die Chance, sich das Haus anzuschauen. „Sie waren begeistert. Es sieht alles anders und schöner aus.“ Auch für ehemalige Eltern und Kinder, die die Gelegenheit nutzten, ihre Kita noch einmal zu besuchen, sei es ein echtes Highlight  gewesen. Petra Panzram: „Es hat sich schon mächtig verändert.“

„Die Kitas in unserer Stadt sind damit fast alle durchsaniert“, betont Bürgermeisterin Simone Taubenek (parteilos). „Das einzige Problem, was wir noch haben, ist die Kita Kinderland“, ergänzt sie. In dieser Einrichtung stehe eine komplette Modernisierung noch aus. Dort seien im laufenden Betrieb immer irgendwelche einige Teilsanierungenerfolgt. Die Stadt stehe dort aber vor dem Problem, dass sie derzeit keine Fördermittel für die Einrichtung bekommt, weil die Kita nicht ausgelastet ist. Ganz im Gegensatz zu den anderen Kindertagesstätten in der Stadt. „Die waren und sind voll ausgelastet. Dort haben wir sogar Wartezeiten“, verrät die Rathauschefin. Simone Taubenek ergänzt: „Wir hoffen dennoch, dass wir auch die Kita Kinderland irgendwann mal voll durchsaniert haben. Wir bleiben da dran.“

Petra Panzram ist hingegen derzeit so ziemlich wunschlos glücklich. Wenngleich sie auch – irgendwann – nichts gegen einen Nachschlag hätte. „Wünsche“, so sagt sie, „haben wir immer.“ So würde sie gern noch anbauen, um in der Kita Regenbogen noch ein paar Funktionsräume wie einen Sportraum zu schaffen. „Aber das sind Wünsche. So wie es ist, ist es erst einmal sehr schön.“

Elf Kindereinrichtungen gibt es in Forst. Die gut 1100 Plätze sichern den Bedarf ab, wenngleich nicht jedes Kind auch seinen Platz an der Wunscheinrichtung bekommt.

Neben den städtischen Einrichtungen betreiben in Forst auch freie Träger Kindertagesstätten – und das nicht frei von Sorgen. So beklagten sich Eltern und Großeltern während einer SPD-Kita-Konferenz im Vorfeld der Kommunalwahlen über kaputte Spielgeräte, Lärm oder einen ständig defekten Fahrstuhl in der Kita „Talitha kumi“.

Hygiene beanstandet Küche

Angela Wisniewski, Leiterin der Evangelischen Integrationskita, schilderte während dieser Veranstaltung schonungslos offen die Probleme an ihrer Einrichtung. Die Außenanlagen müssten erneuert, auch das Gebäude selbst saniert werden. Der Zustand der Küche sei schon zweimal von der Hygiene beanstandet worden. Ein mit der Stadt abgestimmtes Gesamtkonzept für die Sanierung liegt ihren Angaben zufolge auch schon vor. „Die Situation unseres Hauses ist bekannt, nur wirklich passiert ist bislang nichts“, ärgerte sie sich.

Die Stadtverordneten, so sicherten es die Abgeordneten Klaus-Dieter Stenzel und Sarah Zimpel während der Veranstaltung zu, wollen schon bald eine Ausschusssitzung in der Kita abhalten und sich vor Ort über die Probleme in der Einrichtung informieren.