ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
| 14:05 Uhr

Reduzierung kaum möglich

Forst. Mit 308,65 so genannten Vollzeiteinheiten hat die Forster Stadtverwaltung nach Ansicht von Hauptamtsleiter Sven Zuber den Tiefststand bei der personellen Besetzung erreicht. Durch verschiedene Arbeitszeitregelungen sind dabei 362 Mitarbeiter beschäftigt.. Auf Anregung von Dr. Jens-Holger Wußmann (CDU-Fraktion) kam das Thema Stellenplan im Hauptausschuss auf die Tagesordnung. Eigentlich ist ohnehin einmal im Jahr im Zuge der Haushaltsdebatte Gelegenheit, sich damit zu befassen. Von Elke Möbus

Hauptamtsleiter Sven Zuber verwies deshalb auch nach seinem Vortrag ausdrücklich darauf, dass im Januar kommenden Jahres ausführlicher diskutiert werden könne.
Seit 1992 sei die Zahl der Stellen in der Forster Stadtverwaltung kontinuierlich von 696 Stellen auf 311 im Jahr 2001 reduziert worden. Die Personalkosten seien hingegen trotzdem gestiegen. Einsparpotenziale gebe es nur noch, indem frei werdende Stellen zwölf Monate lang nicht neu besetzt werden oder indem nach Freiwerden einer höher dotierten Stelle die Beförderung des Nachrückers zwölf Monate ausgesetzt werde. Seltener klappe mittlerweile die direkte Personaleinsparung. Das liege daran, so Zuber, dass die Stadt immer mehr Aufgaben übertragen bekomme.
Dr. Jens-Holger Wußmann machte trotz der Argumente Druck, immer wieder zu prüfen, ob nicht Einsparungen möglich seien. "Warum muss zum Beispiel eine Stelle, die zwölf Monate frei sein kann, wieder besetzt werden?" fragte er. Bürgermeister Dr. Gerhard Reinfeld sagte, dass es nur eine Kompromisslösung sei, eine Stelle ein Jahr nicht zu besetzen. Die Arbeit müsse in der Regel in geringerem Umfang von anderen Mitarbeitern mit erledigt werden, aber "man kann es nicht dauerhaft schleifen lassen." Den Vorschlag, über die Zusammenlegung der beiden Bauämter nachzudenken, nahm Reinfeld mit. Allerdings werde dies kaum mit einer Personaleinsparung verbunden sein, so der Verwaltungschef. Denn bereits jetzt würden die Mitarbeiter ämterübergreifend arbeiten, um die Aufgaben zu bewältigen. Einen großen Teil der Zeit würden die Vorbereitungen für die geförderten Maßnahmen beanspruchen.
Hintergrund Der Stellenplan
 In der Forster Verwaltung sind drei Prozent der Beschäftigten Beamte, 22 Prozent Arbeiter, 75 Prozent Angestellte. Auf 1000 Einwohner kommen 15 Stellen. Der Landesdurchschnitt liegt bei 19 Stellen.