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| 02:37 Uhr

Radwege sind wieder in Schuss

Der Radweg bei Smarso in der Gemeinde Wiesengrund während der Sanierungsarbeiten.
Der Radweg bei Smarso in der Gemeinde Wiesengrund während der Sanierungsarbeiten. FOTO: Landkreis
Forst. Wurzeln, die aus dem Weg herausschauten oder durch den Frost aufgebrochene Beläge: Viele Radwege im Landkreis Spree-Neiße sahen nicht mehr schön aus. Im Oktober und November sind einige der Strecken saniert worden, wie Spree-Neiße-Baudezernent Olaf Lalk (CDU) im Kreistag mitteilte. Insgesamt sechs Kilometer Radwege sind so wieder in Schuss. Die Kosten teilen sich Landkreis und Kommunen. Steffi Ludwig

Ein spezieller Messwagen der Energieregion Lausitz, der mit Kameras und Lasersensoren ausgestattet ist, hatte es an den Tag gebracht: Der Zustand der Radwege in der Region lässt zu wünschen übrig. Risse, Wurzelhebungen, Flickstellen und bei Plattenwegen Versatzstufen wurden registriert. In Spree-Neiße fielen 12,7 Prozent der insgesamt 405 befestigten Radweg-Kilometer in die rote Kategorie.

Nach Dringlichkeit sei dann abgewogen worden, welche Radwege für die Sanierung ausgewählt werden, sagte Olaf Lalk in der Kreistagssitzung am Mittwoch.

Der Landkreis Spree-Neiße hatte für die Sanierung der Radwege 70 000 Euro in den Haushalt für 2014 eingestellt. Laut Olaf Lalk hätten die betreffenden Kommunen und Gemeinden, in denen die Radwege saniert wurden, den gleichen Teil beigesteuert. Das sind die Stadt Guben, die Stadt Forst, die Gemeinde Neuhausen und das Amt Döbern-Land mit den Gemeinden Wiesengrund, Neiße-Malxetal und Felixsee (betreffende Radwege siehe Kasten). Am meisten wurde mit 40 500 Euro in den Radweg in Bohsdorf-Vorwerk/Klein-Kölzig/Mattendorf investiert, an zweiter Stelle steht der Radweg Groß Jamno/Gosda mit 34 000 Euro.

In den Monaten Oktober und November war mit der Sanierung begonnen worden, so Olaf Lalk. Es wurde stellenweisen gefräst, Unterschicht und Deckschicht wurden aufgebracht und parallel Wurzelschnitt durchgeführt.

Aufgrund des Wetters seien nur 95 Prozent der Radwegsanierung geschafft worden. Der noch ausstehende Rest werde 2015 erledigt, so der Baudezernent. Sechs Kilometer Radweg konnten so aus der roten Kategorie herausbugsiert werden.

Ab Juni 2015 ist nach Auskunft von Olaf Lalk eine Förderrichtlinie zu erwarten, die eine Förderung von 70 bis 80 Prozent der Modernisierungskosten in Aussicht stellt. Der Landkreis Spree-Neiße habe jedoch einen Bedarf von 13 Millionen Euro für die Sanierung der Radwege. Deshalb sei es wichtig, dass die zuständigen Gemeinden ihre Eigenanteile zusichern können. Bürgermeister und Amtsdirektoren sollen in die Beratungen einbezogen werden.

Für 2015 sind nach Auskunft von Frank Kuckert, Sachgebietsleiter der Unteren Straßenbaubehörde, die 70 000 Euro nicht mehr im Landkreishaushalt. Dafür hat der Kreistag am Mittwoch beschlossen, 20 000 Euro für die Radwegesanierung aus den noch freien Spielräumen bei den freiwilligen Leistungen des Landkreises 2015 zu verwenden.

Zum Thema:
Diese Radwege im Landkreis Spree-Neiße wurden im Oktober und November saniert: Oder-Neiße-Radweg in Groß Breesen (Stadt Guben)Fürst-Pückler-Radweg/Niederlausitzer Bergbautour zwischen Groß Jamno und Gosda (Stadt Forst)Fürst-Pückler-Radweg/Niederlausitzer Bergbautour an der B 97 bei Haasow (Gemeinde Neuhausen)Niederlausitzer Bergbautour zwischen Kreisstraße K 7109 und Smarso (Amt Döbern-Land/Wiesengrund)Niederlausitzer Bergbautour in Bohsdorf-Vorwerk/Klein Kölzig/Mattendorf (Amt Döbern-Land/Neiße-Malxetal)Fürst-Pückler-Radweg/Niederlausitzer Bergbautour zwischen Klein Loitz und Bloischdorf (Amt Döbern-Land/Felixsee)