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| 01:02 Uhr

Radweg Eulo – Briesnig steht weiter auf Kippe

Forst.. Bisher gibt es noch kein grünes Licht für den Bau eines Radweges auf der ehemaligen Bahntrasse zwischen Eulo und dem Neiße-Radwanderweg nördlich von Briesnig, obwohl 360 000 Euro Fördermittel zur Verfügung stünden. Jürgen Scholz

Grund: Es ist nicht absehbar, wann der Grundstücksverkauf über die Bühne gehen kann.
Dabei schien alles so klar. Nachdem erst mehrere Monate keine schriftliche Antwort auf eine Kaufanfrage der Stadt kam (die RUNDSCHAU berichtete), wurde schließlich der Stadt ein Angebot unterbreitet. Die Stadtverordneten stimmten zu und am 20. September schickte die Stadtverwaltung nach Angaben von Tiefbauamtsleiter Dieter Urbitsch das Kaufangebot auf den Weg - mit der Bitte um eine vorzeitige Besitzeinweisung, damit beispielsweise mit der Beseitigung von Gestrüpp und Wildwuchs entlang der seit Jahren ungenutzten Bahntrasse begonnen werden könne.

Strecke noch nicht entwidmet
Doch auf beides gab es bisher noch keine positive Antwort. In einem Schreiben kurz vor Weihnachten habe die Bahnzentrale auf eine noch ausstehende hausinterne Stellungnahme verwiesen, so Urbitsch. Außerdem gebe es noch Verzögerungen beim Entwidmungsverfahren für die Strecke. Worin genau die Probleme bestehen, war gestern bei der Bahn wegen der Kompliziertheit des Falls nicht zu klären. Für heute wurde eine Antwort auf die RUNDSCHAU-Anfrage in Aussicht gestellt.

Planung liegt weiterhin auf Eis
Derzeit gebe es weder ein Vertragsangebot noch die Bereitschaft, diesen Teil der Strecke vorzeitig in städtischen Besitz übergehen zu lassen, so Urbitsch. Das sei aber Voraussetzung für die Planung des Vorhabens, das dann auch noch ausgeschrieben werden müsse. Planung, Ausschreibung, Bau und Schlussrechnung würden etwa sechs Monate dauern, schätzt Urbitsch grob. Die Zeit dränge also. Bis Dezember 2006 muss alles erledigt sein. Sonst müssten die Fördermittel zurückgegeben werden, so Urbitsch. Ursprünglich war ein Radweg entlang der Bundesstraße 112 vorgesehen gewesen, der sich aber als nicht umsetzbar erwies. Die Nutzung der alten Bahnlinie ab der Einmündung Nordumgehung war daraufhin als Alternative aufgegriffen worden, um den Weg für Radfahrer sicherer zu machen.