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Radler-Zahl bleibt wieder auf 4000 begrenzt

Wenn die Fahrerfelder die Lübbener Schlossinsel verlassen, kann es eng werden. Die Radler beim Spreewaldmarathon nehmen Rücksicht aufeinander. Die Anmeldefrist ist abgelaufen, am Starttag werden nur die nicht abgeholten Startnummern neu vergeben.
Wenn die Fahrerfelder die Lübbener Schlossinsel verlassen, kann es eng werden. Die Radler beim Spreewaldmarathon nehmen Rücksicht aufeinander. Die Anmeldefrist ist abgelaufen, am Starttag werden nur die nicht abgeholten Startnummern neu vergeben. FOTO: A. Staindl
Lübben. Bei den Organisatoren des Spreewaldmarathons, der vom 17. bis 19. April in der Region stattfindet, hat der Countdown begonnen. In Lübben werden 4000 Radfahrer an den Start gehen. Und wenn auch die Nachfrage größer ist, diese Zahl wurde von der Stadt Lübben im dritten Jahr so vorgegeben. Andreas Staindl und Ingrid Hoberg

Tausende Radler werden während des 13. Spreewaldmarathons am 18. April auf der Schlossinsel in Lübben erwartet. Die Anmeldung ist am 2. April abgeschlossen worden, denn die Teilnehmerzahl ist auch in diesem Jahr wieder auf 4000 begrenzt.

Hans-Joachim Weidner, Gesamtleiter des Spreewaldmarathons, bedauert diese Einschränkung. Er schätzt, dass bei schönem Wetter einige Hundert mehr zu erwarten wären, wenn es keine Begrenzung gäbe. "Allein am Dienstag nach Ostern hatten wird mehr als 80 Anrufe - das Telefonieren bindet natürlich Arbeitskraft", stellt er fest. Es gehe nicht darum, dass Tausende weitere Radler in den Spreewald strömen würden.

Doch ihn ärgern auch die zusätzlichen Auflagen der Stadt Lübben. Das Ordnungsamt fordere diesmal, dass auf der Schlossinsel zehn ausgebildete Sicherheitskräfte mit Lizenz eingesetzt werden, zudem wie bisher zehn weitere Ordner ohne Lizenz. "Dadurch entstehen für uns zusätzliche Kosten. Das Geld könnten wir dringend an anderer Stelle einsetzen", sagt Weidner, der mit 2000 bis 4000 Euro zusätzlich rechnet. Der Veranstalter will die Startgebühr für diese freizeitsportliche Veranstaltung nicht erhöhen.

"Wir sind mit dieser Forderung einer Empfehlung unter anderem des Landkreises Dahme-Spreewald gefolgt", erklärt Hannelore Tarnow, Pressesprecherin der Stadtverwaltung, auf RUNDSCHAU-Nachfrage. Pro 100 Besucher soll ein Ordner eingesetzt werden. "Wir sind sicherlich nicht zu hoch rangegangen, legen die Vorschrift auch nicht zu eng aus", betont sie.

Die Starts der einzelnen Fahrerfelder auf der Schlossinsel verliefen in den vergangenen Jahren diszipliniert, die Ordner mussten nicht eingreifen, wie Weidner erklärt. "Auf der Straße vor der Schlossinsel werden die Radler von der Polizei übernommen. Was sollen die Ordner machen, außer stundenlang nur rumzustehen? Unsere Radler sind doch auf der Strecke", unterstreicht er.

Doch für Hans-Joachim Weidner stehen jetzt andere Aufgaben an. "Die Startnummern sind da. Wir müssen 13 000 Stück für die einzelnen Standorte vorbereiten", sagt er. Denn nicht nur die Radler gehen auf die Strecke, auch Läufer, Walker, Wanderer, Skater und Paddler erobern den Spreewald mit ihrem Marathonprogramm. Vorbereitet wird die Ausschilderung der Strecke wie auch die Versorgung der Teilnehmer. "Das ist bei uns einmalig - wie ein großes Festbankett. So gibt es beispielsweise vier verschiedene Suppen für die Radler", erklärt er.

Dieser organisatorische und logistische Aufwand ist nur mit Unterstützern aus der Region zu schaffen. "Wir haben mehr als 500 Helfer, die sich für den Spreewaldmarathon engagieren." Der Chef-Organisator der Freizeitsportveranstaltung sieht darin auch eine einzigartige Chance für die Region. "Die Hotels und andere Übernachtungshäuser sind voll. Der Tourismus boomt, denn mancher entdeckt den Spreewald und kommt gerne wieder", sagt er. An den Online-Buchungen sieht er das große Interesse überregional.

Zum Thema:
Neu im Rahmenprogramm ist die "Australische Nachtwanderung - Auf den Spuren Ludwig Leichhardts" am Donnerstag, 16. April. Die geführte Wanderung mit kulinarischen Spezialitäten aus Down Under startet um 18 Uhr an der Touristinformation in Goyatz, Am Bahnhof 27. Der rund sieben Kilometer lange Weg führt bis nach Zaue zum Ferienhaus- und Campingpark, wo die Kängurus besucht werden. Zurück geht es über den Schwielochsee per Fahrgastschiff.Weitere Infos unter www.spreewaldmarathon.de .