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| 18:30 Uhr

Puppendoktor-Sprechstunde
Modetermin mit Angelika Salomon

 Spannend: ein Modetermin mit der Puppendoktorin. Da waren die beliebten Puppenwagen abgemeldet.
Spannend: ein Modetermin mit der Puppendoktorin. Da waren die beliebten Puppenwagen abgemeldet. FOTO: Angela Hanschke
Forst. Puppendoktorin überrascht die kleinen Besucher des Forster Kinderhauses Arche. Von Angela Hanschke

Am Montag hat Kita-Leiterin Carola Budeus im Katholischen Kinderhaus Arche überraschenden Besuch empfangen. Puppendoktorin Angelika Salomon schaute vorbei.

Natürlich kam sie in der Vorweihnachtszeit nicht mit leeren Händen. Eine Puppenpatientin, erst kürzlich aus der Praxis in Cottbus/Kahren entlassen, saß mit großen blauen Augen und neuem blauen Kleid auf dem Teppich. Sieglinde Hamann hatte sie der Kindereinrichtung überlassen, die auch ihr Urenkel Sidney besucht. Einst führte sie als Bettpuppe ein sehr ruhiges Leben. Nun hat sie viele Puppenmuttis und -vatis, die sie lieb haben und sich manchmal auch um sie streiten werden. Frieda (3) drückte sie als erste innig. „Puppen sind immer noch sehr beliebt“, weiß Erzieherin Simone Lehmann.

Dr. Salomon zaubert nagelneue Puppenkleidung hervor: Kleider, Hosen, Mützen, Unterwäsche und viel Zubehör. Ein allgemeines „Oh!“ ist angesichts der schönen Sachen zu hören. Flohmärkte, ehemalige Puppenkleider-Hersteller sind die Bezugsquellen. Und das Puppenfestival in Sonneberg/Neustadt, das jährlich zur Zeit des Himmelfahrtstages stattfindet. „Die Strümpfe und Schuhe gehen zuerst verloren“, weiß die Fachfrau aus Erfahrung. „Strumpfhosen müssen sein, dann friert die Puppe nicht so. Gelbe oder grüne Schuhe?“ Die Puppendoktorin arbeitet in Windeseile und auf Zuruf. Manchmal „kämpft“ sie mit Puppenbäuchen, die in der DDR schlanker waren.

17 Mädchen und Jungen umringten sie auf dem Teppich. Die vierjährige Valentina drückt ihr Puppenkind Pia an sich und mag sich überhaupt nicht mehr von ihm trennen. Eine kleine Puppe hat einen kaputten Arm. Doch der Arztkoffer war leider in Kahren geblieben. Die Puppe Li hat ein angemaltes Gesicht. Andere haben schmutzige Hände oder Bäuche.  Hier rät Frau Puppendoktor zu einem alten Hausmittel: „Wasser, Seife und einem Lappen“ und dazu, die Puppenkinder auf den Arm gebettet zu tragen. Insgesamt sechs Puppen erhielten ein neues Outfit.