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| 19:22 Uhr

Postfächer verschwinden in Forst

Drei Tagen nach der Pyrotechnik-Explosion im Eingang der Bankfiliale öffnet die Postbank an der Berliner Straße in Forst wieder. Für die Kunden sind damit auch die Schließfächer der Deutschen Post zugänglich. Ende Januar stellt die Post diesen Service jedoch ein.
Drei Tagen nach der Pyrotechnik-Explosion im Eingang der Bankfiliale öffnet die Postbank an der Berliner Straße in Forst wieder. Für die Kunden sind damit auch die Schließfächer der Deutschen Post zugänglich. Ende Januar stellt die Post diesen Service jedoch ein. FOTO: Archiv/mle1
Forst. Die Postbank ist ab heute wieder geöffnet und bietet ihren gewohnten Service an. Verlegt wird der Zustellstützpunkt der Deutschen Post. In diesem Zusammenhang schließt die Post ersatzlos die Postfachanlage. Katrin Kunipatz

Innerhalb von drei Tagen ist der Eingangsbereich der Postbank soweit repariert, dass ab heute die Filiale an der Berliner Straße in Forst wieder öffnen kann. Postbank-Pressesprecher Tim Rehkopf erläutert: "Ab Donnerstag sind wir wieder für die Kunden da. Der Kontoauszugsdrucker und der Briefmarkenautomat sind ebenfalls wieder in Betrieb." Voraussichtlich erst Anfang kommender Woche könne der Geldautomat genutzt werden.

Damit sind ab Donnerstag auch die Postschließfächer im Vorraum der Filiale wieder zugänglich. Hier können Unternehmen und Privatpersonen unabhängig von den Zustellern ihre Post abholen. Diesen Service stellt die Deutsche Post jedoch zum 21. Januar ein. Ein Zusammenhang zwischen den Attacken auf die Bankfiliale und der Schließung der Postfachanlage gebe es nicht, versichert Tina Birke, Sprecherin der Deutschen Post.

In der Berliner Straße 19 bis 23 befinden sich aktuell die Postbank und der Zustellstützpunkt der Deutschen Post. Beide agieren unabhängig voneinander. Im Zustellstützpunkt kommen Sendungen aus dem Briefzentrum Cottbus und dem Paketzentrum im sächsischen Ottendorf-Okrilla an und werden von Zustellern an Empfänger in Forst und Umgebung verteilt. Die Postfachanlage ist ein kleiner Teil dieses Services. "Weil der Mietvertrag für das Objekt gekündigt wurde, muss die Deutsche Post im Januar mit ihrem Zustellstützpunkt an einen neuen Standort umziehen", erklärt Postsprecherin Tina Birke. Eine Übergangslösung wird in der Karlstraße 19 in Forst geschaffen und ab dem 25. Januar genutzt. Da ohnehin nur noch wenige Kunden die Postfachanlage nutzten, verzichtet die Deutsche Post am neuen Zustellstützpunkt auf diesen Service, so die Sprecherin. Zusendungen an eine Postfachadresse sind ab diesem Tag in Forst nicht mehr möglich.

Für die Stadtverwaltung Forst, die vorwiegend für Ausschreibungen die Postfachadresse nutzt, kommt die Kündigung überraschend. Verwaltungsvorstand Sven Zuber sieht darin aber kein großes Problem. "Eher sparen wir uns so den Weg zum Postfach", sagt er. Die Post richtet für die Stadt in den ersten drei Monaten nach der Schließung der Postfachanlage einen kostenfreien Nachsendeservice ein, erläutert Zuber. "Auf Visitenkarten, in Broschüren und bei Drucksachen im neuen Corporate Design verwenden wir schon immer die Hausanschrift", sagt er. Große Kosten entstünden durch den Wegfall der Postfachadresse nicht, da die meisten Briefköpfe auf elektronischen Vorlagen basieren, die mit geringem Aufwand verändert werden können.

Über eine Postfachadresse verfügt auch das Landratsamt Spree-Neiße. Die meisten Brief- und Paketsendungen sind an die Heinrich-Heine-Straße 1 adressiert und werden von der Deutschen Post direkt ins Kreishaus gebracht. Postfachsendungen, die bisher ein Kurier bei seiner Fahrt zu den Außenstellen mitgebracht hat, werden ab Ende Januar ebenfalls von der Post zugestellt. Damit in Zukunft die richtige Anschrift verwendet wird, müssen bei der Kreisverwaltung ebenfalls nur die Vorlagen im Zentralrechner geändert werden.

Zum Thema:
Das Postbank-Finanzcenter an der Berliner Straße in Forst öffnet werktags von 9 bis 18.30 Uhr und am Samstag von 9 bis 12.30 Uhr. In dieser Zeit sind auch die Schließfächer der Deutschen Post zugänglich. Unabhängig von der Postbank betreibt die Post an der gleichen Adresse einen Zustellstützpunkt, der die Schließfächer betreut. Weil dieser umzieht, wird die Postfachanlage aufgegeben.