ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
| 13:20 Uhr

Nach Gefährdung am Montag in Döbern
Polnischer Verkehrsrowdy ist in Haft

FOTO: Frank Hilbert
Döbern. Ein 34-jähriger Mann aus Polen, der am Montag wegen der extremen Gefährdung des Straßenverkehrs in Döbern vorläufig festgenommen worden war, befindet sich jetzt in Haft.

Wie die Polizei informiert, ist der junge Mann nach der medizinischen Versorgung im Krankenhaus am Dienstag ins Gewahrsam der Polizeiinspektion Cottbus/Spree-Neiße gebracht worden. Am Nachmittag wurde er dem Amtsgericht Cottbus vorgeführt und ein Haftbefehl erlassen. Der Mann wurde umgehend in eine Justizvollzugsanstalt überstellt.

Am Montagvormittag hatte dieser Mann versucht, sich mit seinem Auto einer polizeilichen Verkehrskontrolle zu entziehen. Der Mann ignorierte sämtliche Anhalteaufforderungen der Beamten und fuhr in absolut verkehrsgefährdender Fahrweise aus Tschernitz in Richtung Döbern, schildert die Polizei den Vorfall. In der Forster Straße rammte er zunächst einen Ford und einen vor diesem Auto fahrenden Dacia, um dann mit einem Renault im Gegenverkehr zusammenzustoßen. Das Fahrzeug blieb wegen der starken Beschädigungen stehen, während der Pole zu Fuß flüchtete. Polizisten nahmen den 34-Jährigen im Grenzweg vorläufig fest. Der bereits polizeilich Bekannte wies sich mit gefälschten Papieren aus. Durch die drei vorausgehenden Verkehrsunfälle war er verletzt, so dass er in ein Krankenhaus gebracht werden musste. Ein Drogenvortest reagierte positiv auf Amphetamine, so dass eine Blutprobe veranlasst wurde.

Der unfallbeteiligte Ford blieb nach Polizeiangaben mit einem Schaden in Höhe von rund 1000 Euro fahrbereit. Der Dacia, dessen 49-jährige Fahrerin ein Schleudertrauma erlitt, und der Renault waren mit Beschädigungen von jeweils rund 10 000 Euro nicht mehr fahrtüchtig und mussten deshalb abgeschleppt werden. Ein Polizeihubschrauber unterstützte die Beamten vor Ort bei ihrer Arbeit.

Vorausgegangen waren Fahndungsmaßnahmen der sächsischen Polizei im Bereich der B 156 bei Boxberg nach einem in der Nähe von Bad Homburg gestohlenen hochwertigen Mercedes.

Weitere Ermittlungen führt nun die Kriminalpolizei.

(red/gro)