Am Donnerstag, 30. Juli, ist es in Forst zu einer sexuellen Belästigung gekommen. Wie die Polizei mitteilt, trug sich der Vorfall gegen 17.30 Uhr im Bereich der Promenade zu. Der Täter wurde von Polizeisprecher Torsten Wendt als stark alkoholisiert beschrieben. Opfer des 31-jährigen Mannes sei eine 13-Jährige gewesen. „Der Mann aus Pakistan wurde zur Verhinderung weiterer Straftaten in Gewahrsam genommen“, so Polizeisprecher Wendt. Auf richterliche Anordnung wurde dann eine beweissichernde Blutprobe entnommen. Der Tatverdächtige hatte 2,1 Promille. Die Kriminalpolizei hat weiterführende Ermittlungen aufgenommen.
Der große Deutschland-Vergleich So (un-)sicher ist die Lausitz wirklich

Cottbus

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Anmerkung der Redaktion vom 18. Dezember 2020: Aufgrund einer Beschwerde hat der Deutsche Presserat am 3. Dezember 2020 wegen der ursprünglichen Fassung dieses Artikels eine Missbilligung ausgesprochen. Der Beschwerdeführer und ihm folgend der Beschwerdeausschuss des Presserats sind der Auffassung, dass die Erwähnung der Nationalität des Verdächtigen nicht durch ein begründetes öffentliches Interesse gedeckt sei.
Die Chefredaktion der Lausitzer Rundschau hält es dagegen weiterhin für gerechtfertigt, die ethnische Herkunft des Tatverdächtigen zu nennen. Sie hat den Artikel dahingehend geändert, dass die Nationalität nun nicht mehr in der Überschrift und mehrmals im Text, sondern lediglich einmal im Zitat des Polizeisprechers erwähnt wird.
Begründung des Chefredakteurs für die Nennung der Nationalität: Die Taten fanden unter den Augen einer breiten lokalen Öffentlichkeit statt. Dass der Verdächtige nichtdeutscher bzw. präziser vorderasiatischer Herkunft war, war für alle Beobachter offensichtlich. Die Polizei hat die Nationalität des Verdächtigen veröffentlicht.
Im Verbreitungsgebiet der Lausitzer Rundschau ist es wiederholt zu sexuellen Übergriffen von Männern aus muslimisch geprägten Nationen gekommen. Der Frage nachzugehen, ob diesen Vorfällen möglicherweise ein in der Ethnie der Verdächtigen begründetes Frauenbild zugrunde liegt, sehen wir als Bestandteil unserer öffentlichen Aufgabe an.
Dabei geht es uns auch darum, im Verbreitungsgebiet der LR festgestellte Probleme im Zusammenhang mit sexueller Gewalt von Menschen nichtdeutscher Herkunft schnell und transparent öffentlich zu machen, um rechtsextremistisch motivierter Aufbauschung und Verzerrung solcher Vorkommnisse vor allem in sozialen Medien den Boden zu entziehen.