ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
| 15:09 Uhr

Straßenbaupläne
Plan steht, aber das Geld fehlt

Die Skurumer Straße will die Stadt erneuern. An der Kreuzung Krummer Weg bleibt die Bushaltestelle bestehen. Die vorhandene Wartehalle wird durch einen Unterstand ersetzt.
Die Skurumer Straße will die Stadt erneuern. An der Kreuzung Krummer Weg bleibt die Bushaltestelle bestehen. Die vorhandene Wartehalle wird durch einen Unterstand ersetzt. FOTO: Katrin Kunipatz / LR
Forst. Stadt will die Skurumer Straße erneuern. Termin offen, weil eine Fördermittelzusage noch unklar ist. Von Katrin Kunipatz

Die Stadt will die Skurumer Straße erneuern. Verantwortlich ist Forst nur für den 600 Meter langen Abschnitt zwischen Muskauer und Triebeler Straße. Der Bereich zwischen Muskauer und Umgehungsstraße ist Teil der Kreisstraße 7109, die nach Domsdorf führt. Hier plant der Landkreis die Erneuerung für dieses Jahr, weil Mittel aus dem Kommunalinvestitionsgesetz verwendet werden.

Forst veranschlagt für seinen Straßenabschnitt, einschließlich Gehweg und Beleuchtung, rund 864 000 Euro. Finanziert werden soll das Projekt über das Interreg-Programm. „Bis jetzt haben wir keine Kenntnis, ob Fördermittel möglich sind“, sagt Sabine Jahnke, Fachbereichsleiterin Bauen. Der Begleit­ausschuss tage erst im April. Die Straßenerneuerung sei nur mit Zuschüssen umsetzbar. Und so lange die Finanzierung nicht klar ist, kann Sabine Jahnke keinen Starttermin nennen. „Die Bauzeit beträgt 16 bis 18 Monate“, erläutert sie. Geplant sei, die Maßnahme in Teilabschnitte zu gliedern. Wie genau und über welche Straßen die Umleitung führen würde, sei offen, so Jahnke. Es werde davon abhängen, wann die Bauarbeiten starten und wie weit die anderen Maßnahmen an der Domsdorfer und der Muskauer Straße fortgeschritten sind.

Die Planungsunterlagen für die Erneuerung der Skurumer Straße sind fertig. Der Bauausschuss empfahl sie am Dienstag dem Hauptausschuss für die Zustimmung. Anwohner hatten bereits im Oktober vergangenen Jahres Fragen zum Vorhaben stellen können. Vorgesehen ist, die jetzt durchschnittlich 7,60 Meter breite Straße mit einer Fahrbahnbreite von 6,50 Meter zuzüglich einer halben Meter breiten Entwässerungsrinne zu bauen. Als Belag wird Asphalt verwendet. Die gesamte Fahrbahn wird 60 Zentimeter stark sein.

An der Einmündung zur Triebeler Straße soll die Skrumer Straße aufgeweitet werden, damit zwei Pkw nebeneinander stehen können und das Abbiegen leichter wird. Beidseitig entsteht ein jeweils 2,5 Meter breiter Gehweg. Er soll mit dem Zusatzschild „Radfahrer frei“ versehen werden. Günther Mattern fragte im Auftrag einzelner Anwohner nach, ob ein Radweg nicht günstiger sei, da kaum Fußgänger entlang der südlichen Seite unterwegs seien – zumal beim Radweg die Stadt für die Reinigung und nicht wie beim Fußweg die Anlieger verantwortlich sind. Innerorts müssten zwei Fußwege gebaut werden, erklärt Jahnke. Denn während Radfahrer bei entsprechender Beschilderung den Fußweg mitbenutzen dürfen, sei dies für Fußgänger auf Radwegen nicht erlaubt.

Die Straßenbeleuchtung wird sich nach der Erneuerung auf der nördlichen Straßenseite befinden. Insgesamt 18 Lichtpunkte sind geplant. Wie überall in der Stadt werden auch hier LED-Leuchten verwendet.

„Die Buswartehalle müssen wir abbrechen“, so Jahnke. Stattdessen soll ein einfacher Unterstand an der künftig barrierefreien Bushaltestelle entstehen. Ebenfalls in Höhe der Bushaltestelle an der Kreuzung Krummer Weg entsteht eine Querungshilfe. Auf Nachfrage von Hans-Jörg Auerswald versichert Sabine Jahnke, dass ein dreiachsiges Müllauto dort abbiegen könne. Die Straße ist in diesem Bereich insgesamt 18 Meter breit. Entsprechende Markierungen würden es den Anliegern möglich machen, aus beiden Richtungen aufs Grundstück zu fahren. Jahnke hofft, dass mit der neuen Mittelinsel weniger Autos mit überhöhter Geschwindigkeit über die Skurumer Straße fahren.