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Pförtnerhäuschen verfällt weiter – kein Kontakt zum Eigentümer

Das Pförtnerhäuschen an der Kleinen Amtsstraße verwahrlost.
Das Pförtnerhäuschen an der Kleinen Amtsstraße verwahrlost. FOTO: kkz
Forst. RUNDSCHAU-Leser Manfred Meier ärgert sich über das ehemalige Pförtnerhäuschen an der Kleinen Amtsstraße in Forst. "Es ist verwahrlost und Müll wird hineingeworfen", sagt er. kkz

Dabei kennt Manfred Meier das Häuschen mit der Schranke auch anders. "Früher bin ich selbst durch diesen Pförtnereingang in den Betrieb dahinter gegangen, der jetzt nicht mehr steht", berichtet er am Lesertelefon. Sein Vorschlag lautet: Man müsste die Ruine abreißen, denn erhaltenswert sei dieses Gebäude nicht.

"Wir, als Stadt Forst, dürfen aber nicht ohne Weiteres tätig werden", erklärt Angelika Geisler, Leiterin des Fachbereichs Stadtentwicklung in Forst. Das Grundstück, auf dem das Pförtnerhäuschen steht, ist rund 5600 Quadratmeter groß. Das mehrstöckige ebenfalls ungenutzte Fabrikgebäude am Ende der Freifläche gehört auch noch dazu. Im Grundbuch ist immer noch eine Immobilienfirma eingetragen, so Angelika Geisler. Zwar gab es in der Zwischenzeit verschiedene Termine für eine Zwangsvollstreckung für das Objekt. Da sich aber kein Käufer gefunden hat und auch kein Eigentumsverzicht bekannt ist, bleibe die Firma als Eigentümer für das Grundstück verantwortlich. Mehrfach habe die Stadt versucht einen Ansprechpartner ausfindig zu machen, dies sei aber nicht gelungen. "Städtebaulich ist es völlig unbefriedigend", sagt die Fachbereichsleiterin. Doch solange keine Gefahr im Verzug ist, haben die Stadt und auch der Landkreis keine Handlungsmöglichkeit. Das bedeutet, solange von den Gebäuden wegen herabfallender Dachsteine oder Einsturzgefahr keine Gefahr ausgeht, sind den Behörden die Hände gebunden. Sollten sich Unrat und Müll sammeln oder besteht eben Einsturzgefahr, müsste das Bauordnungsamt des Landkreises tätig werden. Gewöhnlich wird dann das Grundstück abgesperrt und der Eigentümer informiert. Hinsichtlich der Sauberkeit gab es aber beim städtischen Ordnungsamt noch keine Notwendigkeit, aktiv zu werden, erklärt die Fachbereichsleiterin Ordnung und Sicherheit Sylke Koal.