Bereits zum fünften Mal überraschten die Mitarbeiter des Sozialbereiches im Pflegeheim „Haus am Rosengarten“ die Bewohner der Häuser mit einer selbstinszenierten Theateraufführung zur Weihnachtszeit. Das Märchen „Rumpelstilzchen“ stand in diesem Jahr auf dem Programm.

In die Rolle des Rumpelstilzchen schlüpfte Ilona Schörner, die Leiterin des Sozialbereiches. „Wir wollten unsere Chefin einfach mal fluchen und rumpoltern sehen!“, begründetet Mandy Fleischer lachend die gemeinsam getroffene Auswahl der Rollen.

Die Idee, welches Märchen in diesem Jahr aufgeführt werden sollte, entstand bereits im vergangenen Jahr. Damals stand „Schneewittchen“ auf dem Programm. „Die Erwartungshaltung bei unseren Bewohnern ist ziemlich hoch!“, sagt Ilona Schörner. Das sei jedoch zugleich auch Ansporn gewesen, eine ansprechende Aufführung auf die Beine zu stellen.

Liebevolle Arbeit an Kulissen

Der Ehrenamtler Gundolf Fiehler schrieb ein Wochenende lang am Drehbuch und wählte die Musikstücke aus. In ihrer Freizeit bastelten die Mitarbeiterinnen die liebevollen Kulissen für die Aufführung. Ein Spinnrad wurde aus den privaten Bekanntenkreis organisiert.

Die ersten Proben begannen bereits im Oktober und gestalteten sich schwierig, da der Dienstplan und Krankheitsfälle immer wieder dazu führte, dass nie in gesamter Besetzung geprobt werden konnte. Zehn Probentermine waren eingeplant, davon drei mit Kulisse. Da die Aufführung im Speisesaal stattfanden und der reguläre Tagesbetrieb nicht gestört werden sollte, musste jedesmal die Kulisse zu den Proben und Vorstellungen auf- und wieder abgebaut werden.

Um die Aufführung humorvoll auch etwas aufzulockern, wurden zwischen den Szenen Musiksequenzen passend zur Handlung eingespielt. So erscheint der König zu den Klängen von „Ich bin der König von Mallorca“ und die Königin überreicht dem Rumpelstilzchen einen Ring, während aus den Lautsprechern Drafi Deutschers Textzeile „Nimm den goldenen Ring von mir, dam dam...“ erklingt.

Nicht nur die Zuschauer, sondern  auch die Mitarbeiterinnen kamen letztendlich auf ihre Kosten, als ihre Chefin in Gestalt des Rumpelstilzchens wie im Märchen vorgesehen, fluchend und wütend auf den Boden stampfend die Königin verlässt, nachdem diese den richtigen Namen herausgefunden hatte.