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| 01:03 Uhr

Personelle Sorgen überwiegen im Fußballkreis Niederlausitz

Der Vorstand des Fußballkreises Niederlausitz zog am Wochenende vor den Abteilungsleitern der Vereine seine Bilanz über die Arbeit im zurückliegenden Jahr. Gleichzeitig wies der Kreisvorsitzende, Frank Leopold, auch auf Probleme in Hinblick auf die im nächsten Jahr stattfinden Wahlen hin. Als amtierender Vorsitzender des Jugendausschuss fungiert nun Raimund Nakoinz. Von Uwe Kneschk

In seinem Bericht konstatierte der Vorsitzende, dass es den Verantwortlichen gelungen sei, die Neugliederungen im Spielbetrieb der Männermannschaften in die Tat umzusetzen. Ganz im Gegensatz dazu gebe es aber nach wie vor noch erhebliche Schwierigkeiten bei der Organisation im Nachwuchsbereich.

Jugendgeschäftsstelle Forst unbesetzt
Nach dem krankheitsbedingten Ausfall des bisherigen Jugendausschussvorsitzenden übernimmt nun Raimund Nakoinz die Amtsgeschäfte und wird diese Aufgabe bis zu den Wahlen im kommenden Jahr auch inne behalten. Nicht gelungen ist es dem Vorstand, dass die Jugendgeschäftsstelle in Forst besetzt wurde. Hier versprach Leopold aber, dass dieses Problem im Auge behalten wird.
„Es ist uns auch gelungen, dass wir nun endlich mit dem Jugendausschuss des Landes ins Gespräch kommen, nachdem unser Bedarf zu Reden bisher dort nicht für notwendig gehalten wurde“ , so Leopold. Probleme gebe es auch bei der Durchführung der Hallenkreismeisterschaft, in die die Landesmannschaften des FC Energie Cottbus bisher automatisch eingegliedert wurden.
Große Sorgen hat der Fußballkreis in Hinblick auf die anstehenden Wahlen im Jahr 2006. "Es wird darauf ankommen, dass wir aus der Cottbuser Region geeignete Nachfolger finden, wenn der ehemalige Kreisvorsitzende Joachim Kulka ausscheiden sollte. Meine Versuche mit der SG Burg ins Gespräch zu kommen, blieben bisher unbeantwortet", bedauert Frank Leopold.
In der Diskussion verwies Raimund Nakoinz auch darauf, dass die Situation bei den Staffelleitern im Nachwuchsbereich nicht gut aussieht. „Es kann nicht sein, dass nur Rentner als Staffelleiter fungieren, die nun schon das 70. Lebensjahr zum Teil überschritten haben. Es sind dringend jüngere Sportkameraden gefragt“ , mahnte er nachdrücklich.

Gegner zu schwach
In der nun anschließenden Diskussion sprach sich Andreas Possinke vom VfB Krieschow dafür aus, dass die Staffelbesetzungen in der 2. Kreisklasse zu überdenken sei. „Was bringt uns das, wenn Mannschaften so schwach sind, dass sie zweistellig verlieren?“ , fragte er. Possinke bat die Vereine ebenfalls, darüber nachzudenken, ob es bei den Altligisten nicht möglich wäre, einige Spiele auch am Sonntagvormittag auszutragen.
Andere Vereine sahen Klärungsbedarf in der Höhe der Geldstrafen für nicht angetretene Mannschaften im Nachwuchsbereich, zumal die Ansetzungen vielfach geändert wurden und die Teams nicht immer am richtigen Tag anreisen.

Streit um Spielgemeinschaften
Joachim Kulka, Mitglied der Landeskommission Statuten, bezweifelte einen Bericht der RUNDSCHAU, nachdem es einen entsprechenden Antrag des Fußballkreises Westuckermark gibt, wo die Zulassung von Spielgemeinschaften in den Kreisligen gestattet werden soll. Indes liegt dieser Antrag vom 20. Dezember 2004 der RUNDSCHAU vor und der dortige Kreisvorsitzende Buckhard Bock unterschrieb im Namen seines Vorstandes und beantragte die Änderung der Spielordung des Paragrafen 28 in Hinblick auf die entsprechende Zulassung in den jeweiligen Kreisligen des Landes.
Er begründete den Antrag mit dem ständigen Fortzug von jungen Menschen, die in der Region keine Arbeit finden. Gleichzeitig heißt es im Antrag, dass Traditionen in den Vereinen be-stehen bleiben sollen. Darüber zu entscheiden hat nun der Verbandsbeirat oder der nächste Verbandstag im kommenden Jahr.