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| 01:38 Uhr

Paralympics-Kolumne: Die Sonne strahlt, die Athleten auch

Nachdem ich heute den falschen Ausgang der „Waterfrontstation“ nahm, hatte ich erst mal keine Ahnung, wie ich jetzt zu meinem Whistler Transfer gelange. Dass ich keinen Orientierungssinn habe, weiß ich schon lange! Aber so schlecht? Außerdem verwechselte ich noch den „B. Die Forsterin Anne Balzer schreibt für die Paralympicszeitung, ein Gemeinschaftsprojekt vom Tagesspiegel und DGUV

C. Place" mit dem "Canada-Place" - unserem eigentlichen Treffpunkt. Ich landete am völlig falschen Ende des Stadtgebietes - nur 15 Minuten vor Abfahrt meines Busses. Ein netter Mann wies mir dann den richtigen Weg zurück zum "Waterfront-Bahnhof". So schnell wollte ich eigentlich nicht wieder hier sein! Diesmal weiß ich aber die genaue Richtung, bekomme gerade noch meinen Shuttle nach Whistler. Es ist wirklich eine einmalige Erfahrung, zu sehen wie die Athleten kämpfen und ihren Freudentaumel mitzuerleben. Vor ein paar Tagen ist Andrea Eskau, eigentlich eine Sommer-Paralympionikin, im sitzenden Biathlon Zehnte geworden. Dabei strahlte sie schon über das ganze Gesicht. Heute erkämpfte sie Bronze - unglaublich! Als sie in der "Mixed Zone", der Interviewzone ankommt, umarmt sie jeden, der ihr in den Weg kommt. Ich möchte ihr nur gratulieren, da sitze ich halb auf ihrem Rollstuhl. Sie drückt mich fest, weiß gar nicht, wo sie zuerst hinlächeln soll. Bei so einer Freude vergisst man seine eigenen, kleinen Probleme total. Andrea Eskau ist auch Diplompsychologin. Nach einer Sitzung bei ihr hätte ich wahrscheinlich Kraft für ein komplettes Jahr getankt!