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| 20:01 Uhr

Am Wochenende
Osterzirkus in Forst

Jason Köllner zeigt einen Balance-Akt vor der Stadtkrich in Forst. Bis zum 8. April ist der Zirkus dort zu Gast.
Jason Köllner zeigt einen Balance-Akt vor der Stadtkrich in Forst. Bis zum 8. April ist der Zirkus dort zu Gast. FOTO: Katrin Kunipatz / LR
Forst. Das Manegen-Zelt der Gebrüder Köllner steht erstmals am Mühlgraben.

Fünf Stühle balanciert Jason Köllner auf dem Kinn. Der 18-jährige ist einer von vier Brüdern, die gemeinsam mit weiteren Artisten und Dompteuren zurzeit mit dem „Circus Gebrüder Köllner“ in Forst gastieren. „Zwischen dem 31. März und dem 8. April bieten wird bis auf Dienstag und Mittwoch jeweils 15 Uhr ein abwechslungsreiches Zirkusprogramm“, sagt Jessica Köllner. Das fast zweistündige Programm umfasst unter anderem Dressuren mit Pferden, Ziegen und Tauben. Mit dabei sind auch ein Clown, Jonglagen, eine Zaubernummer und Akrobatik am Ringtrapez. „Jadon, mit zweieinhalb Jahren der kleinste Dompteur, wird mit Lama Hansi in der Manege auftreten“, so die Mutter der vier Brüder.

Mit dem Stellplatz nahe der Stadtkirche direkt am Mühlgraben ist die Zirkusfamilie zufrieden. Die Stadt Forst hatte den Zirkus an die Forster Wohnungsbaugenossenschaft (FWG) verwiesen, der die Fläche gehört. Hier sei man sich schnell einige geworden, so Köllner. Am Montag reisten die Zirkusleute mit ihren Tieren von Döbern an. Schon am Dienstag stand das Zelt. Wasser und Strom stehen ebenfalls zur Verfügung.

Jedes Jahr kommt drei- bis viermal ein Zirkus nach Forst. Deshalb habe sich die Stadtverwaltung um eine Alternative zur bisher an der August-Bebel-Straße genutzten Stellfläche umgesehen. Wie der stellvertretende Bürgermeister Jens Handreck erläutert, gab es dort einen Eigentümerwechsel. Der neue Eigentümer möchte das Gelände anderes nutzen. Der südliche Bereich hinter der Stadtkirche soll nun als Übergangsvariante dienen. Damit seien die Zirkusbesuche in diesem Jahr abgesichert, so Handreck.

Einen richtigen Festplatz gibt es in Forst nicht. Vor 15 Jahren habe es Überlegungen gegeben eine Fläche in der Nähe der Schwimmhalle dafür herzurichten, berichtet Handreck. Diese wurden jedoch aus verschiedenen Gründen nicht weiterverfolgt. In der Zwischenzeit nutzten Rummel und Zirkus für ihre Gastspiele verschiedene Grundstücke in der Stadt. Beispielsweise die Fläche an der Ecke Cottbuser und Charlottenstraße, wo sich jetzt der Aldi befindet, oder die Freifläche vor dem Heizwerk Am Haag. Und auch an der Südseite der Kirche gab es im vergangenen Jahr schon mal für einige Tage einen kleinen Rummel.