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| 17:49 Uhr

Kunst zum Jahresbeginn
Mit Wiener Melodien beschwingt ins neue Jahr starten

 Musikalisch und tänzerisch überzeugt die Operettengala im Forster Hof.
Musikalisch und tänzerisch überzeugt die Operettengala im Forster Hof. FOTO: Margit Jahn
Forst. Forster ließen sich von Sängern, Musikern und Tänzern aus Prag und Brünn verzaubern. Besucher loben die Nähe des Forster Hofs als Veranstaltungsort. Von Margit Jahn

Traditionell startete der Forster Hof das neue Jahr mit beschwingten Wiener Melodien. „Traummelodien der Operette“ des Nationaltheaters Brünn mit Tänzern des Fernsehballettes Prag gastierte am Sonnabend in Forst. Die festliche Operettengala war mehr als gut besucht, schließlich war diese musikalische Veranstaltung eine nette Geschenkidee zu Weihnachten, wovon viele Forster regen Gebrauch machten.

Die ersten Töne entführten gleich an die „Schöne blaue Donau“ von Johann Strauss, welche 1867 zur Pariser Weltausstellung erstmals uraufgeführt wurde. Die Balletttänzer setzen dem Entrée der wunderschönen Musik noch ihre anmutig anzuschauenden Tanzeinlagen hinzu und entführten die Gäste in eine andere Zeit. Die rothaarige Sopranistin Ginger McFerrin sowie Katrin Lopez und Tenor Mila Wilden sangen dann aus der Fledermaus „Brüderlein und Schwesterlein“.

Ursula Meistner führe souverän durch das Programm und spielte selbst die Zither zu ausgewählten Liedern. „Ich lade mir gern Gäste ein. Wir haben schöne harmonische Klänge – Walzerklänge für Sie mitgebracht“, so ihre Begrüßungsworte ans Publikum.

Unter dem dezent beleuchteten prunkvollen Kronleuchter durften die Zuschauer dann ein musikalisches Feuerwerk vor einer bezaubernden Kulisse, dem gezeichneten Rundhorizont, welches das romantische Panorama von Wien widerspiegelte, erleben. Diese authentische Atmosphäre war ein kleiner Augenschmaus, vor dem die Sänger, Tänzer und Musiker brillierten.

Die Gruppe der Rheuma-Liga aus Forst gönnte sich diesen musikalischen Leckerbissen und besuchte in großer Anzahl die Operettengala. Das kleine Trüppchen ist im Jahr vielseitig unterwegs, besucht viele Veranstaltungen. „Und heute haben wir uns diese Vorstellung vorgenommen“, sagt Marianne Rathmann. „Mir hat es sehr gut gefallen. Ich bin die Musik sonst nur von der CD gewöhnt.“ Früher war sie Mitglied im Theaterring in Cottbus, aber Alter und Fahrerei erschwerten die Besuche. „Jetzt hört es sich vom Sofa aus auch gut an“, sagt sie mit einem Lächeln. Ihre Stuhlnachbarin hatte sich die Gala schon im vergangenen Jahr angeschaut. Weil es ihr damals so gut gefallen hatte, wurde gleich die ganze Gruppe motiviert, sich gemeinsam einen netten Nachmittag zu gestalten. Marianne Rathmann schwärmt von der „Tritsch-Tratsch-Polka“ aber auch dem Zither-Solo, welches ihr an dem Nachmittag besonders gut gefallen hat. „Von den schönen Arien und dem Tenorgesang bekommt man eine Gänsehaut“, schwärmt ihre Nachbarin. Sie kommt aus einer musikalischen Familie, zu der auch die jüngere Generation gehört.

Brigitte Kommol ist mit ihrer Schwester Angelika Röhnisch bereits das zweite Mal dabei. „Weil es uns so gut gefallen hat, haben wir beschlossen, beim nächsten Mal wieder dabei zu sein.“ Beide haben den ersten Block sehr genossen. Ein Lieblingsstück haben die beiden nicht. Sie finden jede Darbietung „wunderbar“.

Angelika Brix war im vorigen Jahr mit ihren Arbeitskolleginnen dabei und ist am Sonnabend allein im Theater. „Ich bin ja jetzt zu Hause und einmal im Monat mache ich Kultur“, sagt die unternehmungslustige Neurentnerin. Sabine Ruthenberg hat die Eintrittskarten ihrer Schwester zum Geburtstag geschenkt. „Man braucht nirgends mehr hinfahren“, freut sie sich über die Vorstellung im Forster Hof. So können sich die Beiden sogar ein prickelnden Gläschen Sekt im Theatercafé in der Pause gönnen. Dieses Café mit einer kleinen Imbissversorgung ist für Veranstaltungen im Forster Hof neu eingerichtet worden, so Frank Prochnow, der hinter dem Tresen steht.

Nach der Pause folgen Melodien aus dem Zigeunerbaron, dem Vogelhändler, Hoffmanns Erzählungen, dem Zigeunerbaron und dem Bettelstudent.