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Ohne Antrag, aber nur 65 Zentimeter breit

Fürs Foto hat Heinz-Peter Bischoff einen Tuchständer vor sein Spielwarengeschäft gestellt und zeigt, wie breit 65 Zentimeter wären.
Fürs Foto hat Heinz-Peter Bischoff einen Tuchständer vor sein Spielwarengeschäft gestellt und zeigt, wie breit 65 Zentimeter wären. FOTO: Steffi Ludwig
Forst. Der Antrag des Forster SPD-Abgeordneten Hans-Jörg Auerswald (SPD) im Bauausschuss zur Sondernutzungssatzung, Forster Händlern künftig zwei Quadratmeter kostenlos für Warenauslagen vor dem Geschäft zur Verfügung zu stellen, ist am Mittwoch im Hauptausschuss noch erweitert worden. Auf Antrag der Linken-Fraktion wurde der Passus aufgenommen, diese zwei Quadratmeter ohne Antrag zu genehmigen. Steffi Ludwig

"Wir wollen noch einen Schritt nach vorne gehen für die Händler", erklärte Fraktionsmitglied Kai Grund.

Auf Hinweis der Stadtverwaltung sollte in die geänderte Sondernutzungssatzung jedoch auch aufgenommen werden, dass die Warenträger nicht mehr als 65 Zentimeter in die Verkehrsanlage, also den Fußweg, hineinragen dürften. "Die Warenauslagen vor dem Geschäft dürfen eine ungehinderte Durchgangsbreite von 1,50 Meter nicht gefährden", erklärte Bau-Verwaltungsvorstand Heike Korittke. Denn es müsse auch an Behinderte mit Rollstuhl, Senioren mit Rollator oder Mütter mit Kinderwagen gedacht werden, zudem dürfen die Waren nicht - wenn es einen gibt - in den Radweg hineinragen.

Heinz-Peter Bischoff habe vor seinem Spielzeug-Paradies in der Berliner Straße die 65 Zentimeter ausgemessen und dies als problemlos bezeichnet, so Heike Korittke. Die zwei Quadratmeter würden sich somit auf eine Länge von rund drei Metern hinziehen, so Bischoff. Bisher habe er Warenauslagen wie einen Tücherständer oder Spielwaren im eingerückten Eingangsbereich seines Geschäftes stehen - einmal weil es bisher noch Gebühren koste, diese rauszustellen, und andererseits, weil sie so trocken und sicherer vor möglichem Diebstahl stehen. "Aber wenn die gebührenfreien zwei Quadratmeter kommen, würden wir auch etwas vors Geschäft stellen", so Bischoff. Der Tücherständer würde etwa den 65 Zentimetern entsprechen. Die Sondernutzungssatzung mit den Änderungsanträgen und den Ergänzungen der Stadtverwaltung wurde vom Hauptausschuss einstimmig beschlossen, am 14. Juli beschließen die Stadtverordneten. Seite 13