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| 02:41 Uhr

Offenes Ohr für Probleme bei Windkraftanlagen im Wald

Potsdam/Raden. Mitglieder verschiedener Windkraft-Bürgerinitiativen, darunter Peter Böhner aus Spree-Neiße, haben Brandenburgs Wirtschaftsminister dieser Tage ein Positionspapier der Volksinitiative "Rettet Brandenburg" übergeben. 55 zusammengeschlossene Bürgerinitiative machen darin auf Missstände in der Energiestrategie 2030 der Landesregierung aufmerksam und fordern ein sofortiges Aufstellungsmoratorium für neue Windkraftanlagen. bob

Rechtsanwalt Böhner von der Initiative "Ja zu Windenergie! Nein zu Windrädern im Wald" zeigte sich insgesamt zufrieden mit dem Meinungsaustausch.

"Der Minister war sehr interessiert. Er lässt sich nicht alles sagen, war an den Details aber sehr interessiert", fasst Böhner das Gespräch mit Ralf Christoffers (Linke) zusammen. So sei es für die anwesenden Mitarbeiter des Ministeriums komplett neu gewesen, was neben den im Teilregionalplan ausgewiesenen Flächen an Planungen für weitere Windparks - etwa rund um Forst - diskutiert werde. "Herr Christoffers hat deutlich gemacht, dass eine solche Umzingelung von Orten für ihn nicht hinnehmbar ist", so Böhner. Er hofft, dass das Ministerium im konkreten Fall dann einschreiten werde.

Aus Böhners Sicht sind vor allem die geplanten Windräder im Wald ein Problem. "Der Brandschutz ist nach wie vor nicht geklärt. Es gibt keine Lösung." Die in der Energiestrategie enthaltenen Hinweise auf Erfahrungen aus anderen Bundesländern seien unhaltbar. Dort gebe es keine so hohe Waldbrandgefahr wie in Brandenburg.

Ein weiteres Problem sieht Böhner bei der Bearbeitung der Stellungnahmen zum Teilregionalplan Windkraft der regionalen Planungsgemeinschaft Spreewald-Lausitz. Die wenigen Mitarbeiter seien nicht in der Lage, die fast 1000 Hinweise zum Regionalplan abzuarbeiten. Hier habe der Wirtschaftsminister finanzielle Unterstützung aus Potsdam versprochen, berichtet Böhner.

Angesprochen wurde auch die Frage der Gutachten für neue Windparkplanungen. Bisher werden diese vom Investor in Auftrag gegeben. "Entsprechend sieht dann das Ergebnis aus", sagt Böhner. Besser wäre es, die Landesregierung oder entsprechende Genehmigungsbehörde würde unabhängige Gutachter beauftragen. Auch Gemeinde sollten vor Entscheidungen besser beraten werden.

"Nicht alles, was wir angesprochen haben, ist auf fruchtbaren Boden gefallen", fasst Böhner das Gespräch zusammen.