Von Beate Möschl

Gut aufgestellt zeigt sich die Volksbank Spree-Neiße eG.  Sie hat  im Geschäftsjahr 2018 erneut  den Wachstumskurs fortgesetzt, der seit der Fusion der  Volksbanken Spremberg-Bad Muskau und Forst im Herbst    2010 eingetreten ist.  2018 verzeichnete die Genossenschaftsbank mit ihren 54 Beschäftigten  in allen wichtigen Bilanzpositionen  – Einlagen, Kredite, Geschäftsvolumen – ein deutliches Wachstum.  „Engagierte und kompetente Mitarbeiter, die Nähe zu unseren Mitgliedern  und kaufmännische Verantwortung waren Grundlage unseres Erfolgs“, so das Fazit von Frank Baer und Jürgen Stender Im RUNDSCHAU-Gespräch  im Vorfeld der Generalversammlung in Forst, bei der die  Bank-Vorstände  traditionell   öffentlich Rechenschaft abgelegt haben  vor  Vertretern der aktuell 5670 Anteilseigner   der Volksbank Spree-Neiße. „Die Zahlen zeigen, dass wir auch als kleinste Genossenschaftsbank in Brandenburg und Sachsen sehr gut aufgestellt sind, unseren Kunden Lösungen anbieten können und Wachstum erzielen.“

Die Bilanzsumme ist auf 245,7 Millionen Euro gestiegen (2017: 231,2 Millionen Euro). Das entspricht einem Wachstum in Höhe von 6,3 Prozent.

Das Kreditgeschäft hat sich stabil und nachhaltig entwickelt und legte im vergangenen Jahr um 13,1 Prozent auf 152,2 Millionen Euro zu (2017: 134,6 Millionen Euro). Finanziert werden sowohl im privaten als auch  im gewerblichen Bereich  vor allem wohnungswirtschaftliche Investitionen wie Sanierung  und Neubau und der Immobilienerwerb als Kapitalanlage. Die Einlagen stiegen  im Vergleich zum Vorjahr um 6,1 Prozent auf die Rekordhöhe von 208,9 Millionen  Euro (2017: 196,8 Millionen Euro). Dabei setzte sich der Trend weg von längerfristigen, festverzinslichen Anlagen und hin zu liquiden, kurzlaufenden Angeboten wie im Vorjahr fort.  

 Den Zinsüberschuss konnte die Volksbank Spree-Neiße  entgegen dem allgemeinen Trend   weiter stabilisieren.  Er liegt über dem Vorjahresniveau, berichtet Vorstand Frank Baer und macht deutlich:  Ohne die steigende bürokratische Belastung  infolge der Bankenregulierung  könnte das Betriebsergebnis auf einem noch deutlich höherem Niveau liegen.  „Die Meldepflichten und sonstige Anforderungen haben 2018 weiter zugenommen, weil die Bankenregulierer zu wenig zwischen risikoarmen Regionalbanken wie uns und den systemrelevanten Großbanken differenzieren. Hier brauchen wir dringend spürbare Erleichterungen“, so Baer.

 Die  Rücklagen konnten „trotz des herausfordernden Marktumfeldes“ weiter gestärkt werden. Das bilanzielle Eigenkapital (das sogenannte Reinvermögen) erhöht sich   auf 28,5  Millionen Euro (2017:  24,1 Millionen Euro). Die  Gesamtkapitalquote liegt weiterhin deutlich über   15 Prozent.

 Die Anteilseigner der Genossenschaftsbank erhalten als Gewinnbeteiligung wie im Vorjahr eine Dividende in Höhe von drei Prozent auf ihre gezeichneten Geschäftsanteile.  Auch die Region profitiert. „Das regionale Engagement gehört zu unsrem Kerngeschäft. Das schlägt sich auch in unserem Einsatz für Vereine und örtliche Einrichtungen nieder, bekräftigt Vorstandsmitglied Jürgen Stender und nennt Projekte wie „Sterne des Sport“ und „Jugend creativ“.

 Den rund 18 000  Kunden der Volksbank Spree-Neiße stellt der Vorstand trotz zunehmender Online-Affinität der Verbraucher eine stabile Präsenz in der Fläche in Aussicht. „Unsere Filialen in Guben, Forst, Spremberg, Weißwasser, Bad Muskau und Döbern tasten wir nicht an. Das ist effizient. Darauf können sich unsere Kunden verlassen“, sagt Frank Baer und betont: „Im Gegenteil, wir haben 2018 eine ganz wichtige neue Filiale gegründet, unser Kunden-Service-Center:“ Das hat keinen räumlichen Sitz, sondern ist telefonische Servicestelle, die auch außerhalb der Öffnungszeiten der Geschäftsstellen erreichbar ist; wochentags von 8 bis 22 Uhr und samstags von 8 bis 18 Uhr. „Das wird sehr gut angenommen.“ Auch die  Online-Banking-Angebote finden zunehmend Zuspruch. 6700 Online-Zugänge hat die  Volksbank Spree-Neiße   eingerichtet.