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| 03:08 Uhr

Obst und High-Tech für den Campus

Die Gewinner des ersten Ideenwettbewerbs der Studierendenschaft der BTU Cottbus: Martin Köhrer, Ron Jacob, Raissa Ulbrich, Jonas Zimmermann (v.l.).
Die Gewinner des ersten Ideenwettbewerbs der Studierendenschaft der BTU Cottbus: Martin Köhrer, Ron Jacob, Raissa Ulbrich, Jonas Zimmermann (v.l.). FOTO: pk
Cottbus. Preise gibt es viele, doch von den wenigsten haben alle etwas. Das hat die Studierendenschaft der BTU Cottbus geändert. pk

Sie lobte den ersten Ideenwettbewerb aus und dotierte ihn mit 17 000 Euro. Wer an das Geld ran wollte, musste BTU-Student sein und Projekte einreichen, von denen der ganze Campus profitiert. Es gab sechs Bewerbungen, drei Sieger und viele Gewinner.

Der große Abräumer ist das Fab Lab. Es bekommt 14 500 Euro als Startkapital. Hinter der englischen Bezeichnung Fabrication Laboratory verbirgt sich eine offene Werkstatt für Jedermann. Die Idee dazu hatten Ron Jacob und Raissa Ulbrich. "Es geht darum, neben dem theoretischen Studium Projekte auch selbst umzusetzen", erklärt Ron Jacob. "Außerdem wird es zusehends schwieriger, Zugang zu einem solchen Arbeitsplatz zu bekommen." Ausgestattet wird die Werkstatt mit High-Tech-Arbeitsgeräten wie CNC-Maschinen oder 3D-Drucker. Im FabLab lassen sich existierende Technik-Teams gut miteinander vernetzen, ergänzt Raissa Ulbrich.

Das FabLab ist längst mehr als eine Idee. Demnächst wird ein gemeinnütziger Verein gegründet, die Studenten verhandeln bereits über einen Raum. Tatsächlich hat die Werkstatt auch schon einen Arbeitsauftrag erhalten. Kostenpunkt: 2000 Euro. Damit soll die Fahrradpumpstation gebaut werden, die Martin Köhrer als Projekt für den Ideenwettbewerb eingereicht hat. "Die Säule sollte möglichst zentral auf dem Campus aufgestellt werden und wird mit Solarenergie betrieben", erklärt er. Versehen mit verschiedenen Ventilen kann dann jeder kostenlos seine Fahrradreifen füllen. Die Säule eignet sich außerdem als Werbefläche.

Etabliert sich das FabLab auf dem Campus, "könnten es sogar die Cottbuser nutzen", hofft Paul Weisflog vom Studierendenparlament. Er gehört zur Jury, die nur mit Studenten besetzt war.

In eine ganz andere Richtung geht das Projekt Apfelcampus, das 2500 Euro erhält. Dabei geht es nicht etwa um Computer, sondern um Obst. Jonas Zimmermann erklärt: "Es ist die simple Idee, Obsthölzer auf dem Campus zu pflanzen." Apfel, Birne und Kirsche sollen es sein. Zugang zum Obst haben alle Studenten. Darüber hinaus steht die Anpflanzung symbolisch für Umweltsinn.