ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
| 16:56 Uhr

Forst
Obi will mit Baumarkt in Forst bleiben

Die Baumarktkette Obi ist nur Mieter im Gebäude an der Umgehungsstraße.
Die Baumarktkette Obi ist nur Mieter im Gebäude an der Umgehungsstraße. FOTO: LR / Katrin Kunipatz
Forst. Im Oktober 2018 sollen Grundstück und Gebäude des Baumarkts zwangsversteigert werden. Von Katrin Kunipatz

Den Obi-Baumarkt in Forst fand man vor wenigen Tagen in einem Internetportal für gebrauchte Dinge. Leser fragten besorgt, ob der Markt verkauft und möglicherweise geschlossen werden könnte.

Dem sei nicht so, teilt Nina Kreusser aus der Presseabteilung der Obi-Gruppe mit. Jedoch sei die Baumarktkette in Forst nur Mieter und nicht Eigentümer des Objektes. Die Eigentümergesellschaft ist insolvent und deshalb hat eine Berliner Bank als Gläubigerin die Zwangsversteigerung beim Amtsgericht Cottbus beantragt. Diese soll voraussichtlich im Oktober dieses Jahres stattfinden, so Michael Höhr, Direktor und Pressesprecher beim Amtsgericht Cottbus. Der Datenschutz verbietet es ihm jedoch nähere Angaben zum Eigentümer zu machen.

Aus den vom Amtsgericht bereitgestellten Unterlagen geht hervor, dass insgesamt drei Grundstücke unter den Hammer kommen sollen. Auf dem mit rund 1,8 Hektar größte Grundstück befindet sich der Obi-Markt mit Gartencenter und Parkplatz. Ein angrenzendes Grundstück wird ebenfalls als Parkplatz genutzt. Die Grünfläche zwischen Kastanienstraße und Baumarkt ist nicht bebaut und nicht verpachtet. Zum Wert der Immobilien gibt es keine Angaben.

1992 wurde das einstöckige Gebäude als Baumarkt errichtet, von Zeit zu Zeit wurde saniert und umgebaut. Der aktuelle Mietvertrag laufe noch bis Ende 2020, ist in den Unterlagen vermerkt. Obi-Sprecherin Kreusser bestätigt dies: „Wir verfügen über einen noch länger laufenden Mietvertrag und planen längerfristig am Standort zu bleiben.“

Zum Verlauf der Zwangsversteigerung erläutert Michael Höhr, dass der Meistbietende neuer Eigentümer des Versteigerungsobjekts wird. Jedoch erteilt das Amtsgericht den Zuschlag nicht, wenn das höchste Gebot unter der Hälfte des Verkehrswertes bleibt. Gehen bei der Zwangsversteigerung gar keine Gebote ein, könne der Gläubiger einen neuen Termin beantragen.