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| 14:28 Uhr

Naturschutz
Kinderstube für Hummeln in Trebendorf

Schüler der Döberner Oberschule bauen ein Insektenhotel nahe am Kindergarten in Trebendorf auf.
Schüler der Döberner Oberschule bauen ein Insektenhotel nahe am Kindergarten in Trebendorf auf. FOTO: LR / Katrin Kunipatz
Forst. Mit Holzresten und Naturmaterialien bestücken Oberschüler ein Insektenhotel. Es steht auf der neuen Obstwiese. Von Katrin Kunipatz

Ein Insektenhotel steht inmitten der Obstwiese zwischen der Kita Trebendorf und dem Sportplatz. Im vergangenen Herbst waren die Apfel-, Kirsch-, Birnen- und Quittenbäume gepflanzt worden. Das Insektenhotel soll Schmetterlingen, Bienen, Hummeln und Wespen als Unterschlupf und Kinderstube dienen. Denn diese Insekten sind es, die letztlich dafür sorgen, dass die Blüten der Bäume bestäubt werden und Früchte entstehen können.

Die Idee dafür stammt von Klaus Wolter. Er ist Vorarbeiter im Gemeindestützpunkt Wiesengrund und hat bereits 30 von Oberschülern gebaute Nistkästen in den verschiedenen Orten der Gemeinde aufgehängt. Auch für das Insektenhotel nahm er Kontakt zu Undine Passow auf. Sie gibt an der Oberschule „Germanus Theiss“ in Döbern unter das Wahlpflichtfach Wirtschaft-Arbeit-Technik (WAT). Der Bauplan für das Insektenhotel stammt aus einem Buch, so die Lehrerin. Aus Holzresten bauten sieben Schüler der zehnten Klassen Rahmen und Dach für das Hotel und sägten Baumstämme zurecht. Ein zweites kleineres Insektenhotel entstand für die Gosdaer Kita.

Auf der Obstwiese in Trebendorf wurde nun das große Gestell bestückt. Aufmerksam beobachteten die Vorschüler und Kinder der Mittelgruppe aus dem Kindergarten „Sonnenschein“ in Trebendorf das Tun der Großen. Die Vier- bis Sechsjährigen hatten zum Kindertag selbst kleine Insektenhotels gebaut und mit nach Hause gekommen, berichtet Kita-Leiterin Angela Kubein. Zuvor hatten die Kita-Kinder Stöcke, Schilfrohr und Kienäpfel gesammelt. Ein Teil dieser Materialien findet im großen Insektenhotel einen Platz, mit Karnickeldraht gegen das Herausfallen gesichert. Die Baumstämme erhalten Löcher und füllen ein anderes Fach.

Für die Schüler ist dieses Projekt eines der letzten in ihrer Schulzeit. In dieser Woche hatten die Zehntklässler ihren letzten Schultag. Das Insektenhotel werde ein sichtbares Zeichen ihrer Arbeit sein, so Klaus Wolter. Kita-Leiterin Kubein freut sich, mit den Kindern das Treiben der Insekten vom nahen Spielplatz beobachten zu können.