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| 01:13 Uhr

Oberbürgermeisterin: Nach Fusion nur eine Verwaltung

Cottbus/Spree-Neiße.. Nach der geplanten Fusion von Cottbus und dem Spree-Neiße-Kreis soll es nur noch eine Verwaltung für die Region geben. Dafür hat sich die Cottbuser Oberbürgermeisterin Karin Rätzel (parteilos) ausgesprochen.

„Mit einem losen Regionalverbund lösen wir die Finanzprobleme von Stadt und Kreis nicht“ , sagte Rätzel. Die Aufgaben seien mit einer Verwaltung zu lösen. „Die Bürger sind es leid zu hören, dass für nichts Geld da ist. Da können wir uns keine zwei Verwaltungen leisten.“ Landrat Dieter Friese (SPD) wolle dagegen an Doppelstrukturen festhalten, erklärte das Cottbuser Stadtoberhaupt. Karin Rätzel warnte gleichzeitig davor, wie Friese die Stadt Cottbus als „eine Stadt wie jede andere“ zu betrachten. Das bringe der Region finanzielle Nachteile. Cottbus müsse Zentrum der künftigen gemeinsamen Region sein, so Rätzel.
Allerdings hat die Stadt bislang kein Konzept für die Fusion. Ein Vortrag der Verwaltung im Hauptausschuss wurde als unzureichend zurückgewiesen. Die Stadtverordneten vermissten vor allem die Anlehnung an das Regionsmodell Hannover. „Politik und Verwaltung fahren getrennt“ , sagte der Gallinchener FDP-Abgeordnete Matthias Schulze. Der Cottbuser PDS-Vorsitzende Jürgen Siewert erklärte, er lasse sich nicht „zum Spielball persönlicher Befindlichkeiten“ zwischen Oberbürgermeisterin und Landrat machen.
Stadt und Kreis wollen bis 31. Mai ein gemeinsames Konzept vorlegen. Die Fusion wird, so schätzen Fachleute, erst in vier bis sechs Jahren vollzogen sein. (jg)