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Nutzer vergeben gute Noten für die Stadtbibliothek

Oberschülerin Liza Maria Weber nutzt eine Freistunde, zum entspannten Lesen in der Stadtbibliothek Forst.
Oberschülerin Liza Maria Weber nutzt eine Freistunde, zum entspannten Lesen in der Stadtbibliothek Forst. FOTO: Katrin Kunipatz
Forst. Leiterin Gudrun Dockter will den Medienbestand weiterhin aktuell halten und dabei Bedürfnisse der Nutzer berücksichtigen. kkz

Etwas mehr als drei Jahre liegt der Umzug der Stadtbibliothek zurück. Zeit, Bilanz zu ziehen und die Bibliotheksnutzer um eine Einschätzung zu bitten. Von den rund 900 angemeldeten Nutzern füllten 221 im Januar den Fragebogen aus. Mit dem Ergebnis ist Bibliotheksleiterin Gudrun Dockter mehr als zufrieden. Eine deutliche Mehrheit von 80 Prozent schätzt das Angebot der Bibliothek als umfassend und aktuell ein. Nur ein bis zwei Prozent der Befragten beurteilen Verfügbarkeit und Qualität von Belletristik, Sach- und Hörbüchern als schlecht. Neun von zehn Nutzern fühlen sich in der Bibliothek wohl und beurteilen die Mitarbeiter als freundlich und kompetent.

Trotzdem könne man sich jetzt nicht zufrieden zurücklehnen, so die Leiterin. "Wir wollen dieses Niveau halten und müssen die sich ändernden Ansprüchen unserer Leser im Blick haben", sagt sie. Fast die Hälfte der Nutzer kommt einmal im Monat, mehr als ein Viertel sogar noch häufiger. Rund 35 000 Besucher zählt die Stadtbibliothek Forst jährlich, im Durchschnitt sind das rund 140 pro Tag. "Eine Zahl, die trotz sinkender Einwohnerzahlen konstant ist", freut sich Dr. Andreas Kaiser. Er ist als Fachbereichsleiter Bildung und Soziales für die Bibliothek zuständig.

Aufmerksam hat Gudrun Dockter die Kommentare gelesen. Ein Nutzer wünscht sich, das Angebot um Wii- und Nintendo-Spiele zu erweitern. Dies sei nicht umsetzbar, erklärt Andreas Kaiser: "Schwerpunkt der Bibliothek ist der Bildungsauftrag." Das knappe Budget erlaube es nicht, eine für den Verleih ausreichende Zahl von Spielen anzuschaffen, ergänzt Gudrun Dockter. Ein anderer Nutzer möchte Reihen der Klassiker Thomas und Heinrich Mann oder Virginia Woolf in den Regalen haben. Dies sei für eine kleine Bibliothek wie Forst gar nicht möglich. "Wir leben davon, aktuell zu sein und orientieren uns beim Medienerwerb an Neuerscheinungen", sagt die Bibliotheksleiterin. Außerdem könne man über die Fernleihe fast jedes Buch bestellen und in Forst ausleihen.