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Bürgermeisterwahl
Nur 20 Minuten Redezeit für jeden Kandidaten

Im Gespräch mit Erstwähler waren am Donnerstag alle fünf Bürgermeisterkandidaten. Hier beantwortet Thomas Engwicht die Fragen der Schüler.
Im Gespräch mit Erstwähler waren am Donnerstag alle fünf Bürgermeisterkandidaten. Hier beantwortet Thomas Engwicht die Fragen der Schüler. FOTO: Katrin Kunipatz / LR
Forst. Deutsche Gesellschaft initiiert zur Bürgermeisterwahl Projekt mit Erstwählern am Forster Gymnasium.

„Wenn soll ich wählen?“, diese Frage stellen sich in Forst auch die Erstwähler am Gymnasium. Für sie hat Madeleine Petschke, von der Deutschen Gesellschaft ein kleines Wahlforum mit allen fünf Bürgermeisterkandidaten organisiert. Ähnliche Veranstaltungen gab es bereits zu den Landtags- und Bundestagswahlen, erklärt sie.

Schüler der zehnten und elften Klassen konnten sich dafür einschreiben. Fünfzig nutzten die Chance. Aufgeteilt in fünf Gruppen bereiteten sie gemeinsam Fragen vor und konnten anschließend 20 Minuten mit jedem Kandidaten sprechen. Die Kandidaten Aimo Bartel (parteilos), Ingo Paeschke (Die Linke), Simone Taubenek (parteilos), Helge Bayer (CDU) und Thomas Engwicht (parteilos) führte Madeleine Petschke durch die Räume und achtete darauf, dass die Gesprächszeit eingehalten wurde.

Jede Gruppe hatte sich ein Ober­thema gewählt: Politik mit Jugendlichen, Freizeit, Rassismus im Alltag, (Aus)Bildung und Perspektiven für Forst. Die Fragen der Schüler gingen jedoch darüber hinaus. Jeder Kandidat sollte erklären, wie er Firmen nach Forst holen und die jungen Bewohner zum Bleiben oder Wiederkommen bewegt wolle. Wie stellen sich die künftigen Bürgermeister die Zusammenarbeit mit der Jugend und dem Jugendbeirat vor? Welche Freizeitangebote könnten wo für Jugendliche entstehen? Wie würden sie als Bürgermeister Kriminalität und Vandalismus in der Stadt bekämpfen? Und wie könnte Forst attraktiver gestaltet werden?

Schülerin Nora Lippert gefiel es gut, die Kandidaten reden zu hören. Charlotte Grund fand es interessant, persönlich mit den Kandidaten zu sprechen, da auf Wahlveranstaltungen dafür keine Zeit sei. Aber nicht alle hätten gut auf die Fragen geantwortet, resümiert ein Schüler. Frizzi Böhlig wünschte sich gern mehr Zeit, um Themen zu vertiefen. Die Kandidaten waren nach den zwei Stunden angetan vom Erstwählerprojekt.

Die große Mehrheit der Schüler will am 22. April zur Wahl gehen. Nach der Veranstaltung wussten noch nicht alle, wo sie ihr Kreuz machen werden. Julia Flucke, will die Gespräche wirken lassen.