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Nun doch schnelle Lösung: Forster Schuttberg soll ab Montag weg

Auf dem Schuttberg in der Max-Fritz-Hammer-Straße wächst bereits Gras – Montag sollen die Steine beseitigt werden.
Auf dem Schuttberg in der Max-Fritz-Hammer-Straße wächst bereits Gras – Montag sollen die Steine beseitigt werden. FOTO: Steffi Ludwig
Forst. Er war vor allem den Anwohnern und der direkt danebenliegenden Grundschule Mitte ein Dorn im Auge – der Bauschutt der abgetragenen Textilfabrik in der Max-Fritz-Hammer-Straße. Die Stadt Forst und der Landkreis Spree-Neiße hatten seit dem Frühjahr nach Lösungen gesucht, diesen abzutragen. Steffi Ludwig

Noch bei der jüngsten Stadtverordnetensitzung hatte Bürgermeister Philipp Wesemann (SPD) bekannt gegeben, dass der Schuttberg vermutlich nicht bis Ende des Jahres verschwinde, weitere rechtliche Probleme waren aufgetaucht.

Doch in der Bauausschuss-Sitzung am Donnerstagabend verkündete Bau-Verwaltungsvorstand Heike Korittke, dass sie nochmals beim Landkreis vorgesprochen und eine privatrechtliche Vereinbarung aufgesetzt habe, der der Landkreis auch zugestimmt habe. Dieser hat daraufhin ein Entsorgungsunternehmen nach Ausschreibung beauftragt und eine Beräumung des Schutts ab dem gestrigen Freitag zugesagt. Dies verschiebe sich geringfügig auf Montag, bestätigt Landkreis-Baudezernent Olaf Lalk (CDU). In einer Woche soll der Schutt weg sein.

Zum genauen Inhalt der Vereinbarung wollen beide Seiten nicht viel sagen. "Wir sind sehr froh, dass der Schandfleck neben der Schule jetzt endlich verschwindet", sagt Heike Korittke. Der Landkreis handele im Sinne der Gefahrenabwehr - einem der wenigen Punkte, wo er als Bauaufsicht tätig werden kann, so Olaf Lalk - und habe quasi Amtshilfe für die Stadt geleistet und sich um Ausschreibung, Transport und Ablagerung gekümmert. Die Stadt trage die Kosten, so der Baudezernent. Wie sich erst kurzfristig ergeben habe, könne der Schutt - wenn die Werte einer zweiten Prüfung stimmen - als Sanierungsmaterial für die Forster Deponie verwendet werden. Eine erste Analyse hatte gezeigt, dass der Schutt keine Schadstoffe enthält.

Die Anlieger sind froh, dass endlich Bewegung in die Sache kommt: "Wir warten regelrecht darauf, hatten das Thema erst in der Schul- und Elternkonferenz", so Schulleiterin Gudrun Klinger. Deshalb freue sie sich schon auf das neue Schul-Erscheinungsbild nach den Herbstferien.